Das mit der Nachhaltigkeit ist kompliziert. Habe mein Handy jetzt auch schon 6 Jahre. Mit dem Speicher war jetzt nicht mehr viel zu machen, außer hätte alle APPs deinstalliert. Also die Handvoll, die ich noch habe. Also musste was neues her. Habe mich für Fairphone 5 entschieden. Und habe jetzt eine Menge Elektronik, die zu groß ist für meine Hand.
Antonio hätte es gesehen
Argh. Watn Glück, dass ich keine Zeit hab und Dachbalken streichen muss am WE. Muss ich mich kurz fassen. Empör.
Warum zum Bleistift, muss man immer wieder dieses Degrowth bespielen. Und diese lustigen Studien mit 15qm für jeden, einen Laptop pro Familie, Waschmaschine mit dem ungeliebten Nachbarn teilen etc pp. Und die Reichen (wie gut dass es immer genau DIE eine Gruppe von Menschen gibt) Jetzt hab ich mich wieder so aufgeregt, dass ich die Challenge zur Umsetzung der Kreislaufwirtschaft nicht mehr aufnehmen kann. Und sonstige produktiven Vorschläge. „Challenge accepted“ habe ich interessanter Weise glaube nur in der firmeninternen Variante von Nachhaltige Erste IT Generation eingebaut. Aber ja. Wobei eben nein. Klar kann man mir jetzt vorwerfen, warum ich mich aufrege. Aber erstens habe ich wie jeder Mensch bestimmte Triggerpunkte, zweitens ist es nicht gut, berechtigte Kritik aufzubügeln indem man die zu recht kritisierten Punkte ignoriert und auf andere „korrekte“ verweist. Und drittens gehts nicht um mich, sondern all die anderen bei denen aus welchen Gründen auch immer diese Themen auf Schnappatmung stoßen, so dass man abschaltet. So wird das nie was mit dem Handeln.
Die gespaltene Wissenschaft
Zurück zur Wissenschaft. Zur Rolle von Wissenschaft in Politik, WissKomm und was uns sonst noch so umtreibt als haltloser Bürger in Krisenzeiten. Das KIT hat nachgelegt und denke noch. Und es ist eben komplex mit all diesen Spannungsfeldern und Politik und all der Polarisierung. Ich denke noch … ich denke … bescheiden …
Kommen wir zu Jan. Ja schon wieder ein Jan. Ich glaube ja, die schießen auch wie Pilze aus dem Boden diese Jans. Exponentielles Wachstum. Apropos Pilze, bei mir gibs jetzt jeden Tag nen Pilz. Habe mir Pilzanzuchtset zugelegt. So für drinnen. Is spannend und lecka. Vor allem mit den Resten von Tomate und Paprika von Balkonien. Nennt mich Selbstversorger.
Zurück zu Jan. Jan aus der Schweiz. Jan hat etwas längere Haare und trägt schicken Baumwollschall in schicker Baumoptik. Sieht nach nachhaltiger Produktion aus. Ja ich hol mal ein paar Stereotype raus. Sozialpsychologie will angewandt werden. Weil ja, der Jan redet tatsächlich über transformative Wissenschaften. Mein Puls zuckst schon, hat aber heute keine Bock auf Arbeit. Egal. Die vom KIT haben noch mal nachgelegt wegen Bermudadreieck Wissenschaft, Journalismus, Politik. Unserem Lieblingsthema. Die hatte da noch Vorträge vorenthalten und auch die Podiumsdebatte. Zu der später. Geben wir erstmal Jan seine 15 Min.
Intellektueller Übermut
Ich hatte ja nach 5 Min schon aufgegeben, dann aber doch noch nen Versuch unternommen. Nicht dass der Matze dem Harald sein wahres Ich entlockt und ich verpasse es. Die Heißmacher ganz am Anfang haben mich halt gleich abgestoßen. Wenn nach 40 Sekunden schon das Wort Hirni fällt. Auch wenns um Aiwanger geht. Altaaa. Und beim Versuch Sozialpsychologie zu erklären wars mir dann eigentlich auch schon zu viel so nach 5 Minuten. Weil das definiert Harald halt auch sehr frei. Er nennt es auch „Die Art von Sozialpsychologie, die ich mache“. Aha. Wobei ich der Selbsteinschätzung „schreibe und schlau daherrede“ und „blablabla“ nicht widersprechen mag. Und ja keiner weiß was Sozialpsychologie is. Wir sind noch in den ersten 5 Minuten. Argh. Aber wie gesagt, ich habs dann doch probiert.
Warnhinweis: Ich hab mich dann auch auf sein Niveau begeben. Empör ☝️ Nur mit den Kraftausdrücken und Beleidigungen muss ich noch üben.
Epistemische Bescheidenheit
Manchmal frage ich mich dann doch, ob was an der Theorie des postfaktischen Zeitalters dran ist. An allen Ecken und Enden wird dir „Wissen“ verkauft. Wir nennen es wahlweise Fakten, Narrative, Geschichten, Wahrheiten. Und wenn man dann genauer recherchiert. Gut ab und an weine ich dann. Gut ab und an meine ich das symbolisch. Meist vergrabe ich nur mein Gesicht in den meinen Händen oder jaule lautstark. Ich hab aus welchen Gründen auch immer mir Jutta, Guy und Sebastian vollständig zu Gemüte geführt. Weil folget der Wissenschaft oder so. Und was soll ich sagen: Seufts. So funktioniert das nicht. So funktioniert Wissenschaft und Politik nicht. Ich glaube es ist nicht zu viel verlangt, wenn gerade Wissenschaft versucht sich zu sortieren, zu informieren und abzurüsten.
Verbrannte Erde
Ich habe ja den Landwirtschaftssektor schon immer für zu viel verbrannte Erde gehalten. Und es wird nicht besser. Eher schlimmer. Nachdem ja schon zäh war, aber dennoch stückchenweise vorangeht, stand ne neue Pflanzenschutzverordnung SUR zur Debatte, die den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln in der EU bis 2030 um 50 % verringern sollte. Die Debatten auch um Glyphosat waren auf Twitter die letzten Wochen auch schon unerträglich. Die eine wollten die Bienchen retten, die andren die Regenwürmer (Stichwort Direktsaat .. und irgendwie fehlt mir da echt die Wissenschaft zu, find sich kaum was)
Es war einmal … Teil 8
Ulle ist zurück. Und arbeitet sein Leben auf. Überrascht sein Geständnis? Nein. Ich glaube niemanden. Und es ist gut, jetzt aufzuräumen. Du warst nicht dieser kaputte Menschen, der so tief gefallen war. Du warst so oft nicht der Gewinner, aber der Sieger der Herzen. Und Teil meines Lebens. Und deshalb geht dieser Tag mir heut auch recht nah. Und wühlt auch bei mir hoch.
„Wenn ich meine Geschichte erzählt hätte, hätte ich viele schöne Jahre gewinnen können. Ich hatte die Eier nicht. Es tut total gut, es auszusprechen“, so Ullrich weiter.
Jan Ullrich gesteht erstmals Doping – Ex-Radstar im Interview: „Bei mir ging es 1996 los“
Och Menno
Argh. Lerne gerade, dass Bosetti die Verantwortungsdiffusion entdeckt hat – wir erinnern uns, siehe No-Thinking Marx. So weit so vorbildlich. Was sie dann aber draus macht, frustriert mich. Die Erkenntnisse aus der Verhaltensforschung sind nicht dazu da, dann irgendwelche scharfen Sprüche in Satire Shows oder sonst wo von sich zu geben, die dann nix positives bewirken außer fürs eigene Ego mit viel Applaus. Sinn und Zweck ist, dass Entscheider verstehen, wie Menschen ticken, damit man Gegenmaßnahmen ergreifen bzw.. überhaupt die richtigen Maßnahmen kann. Argh.
Zurück zum Thema
Ich schüttel mich eigentlich immer noch. Aber andererseits wirds Zeit mal wieder zurück zum Thema zu kommen. Das sind so Herausforderungen, die müssen gelöst werden. Und das geht nur gemeinsam, über alle Lager hinweg. Also weg von all den moralischen Debatten, Krisen der Aktivisten und progressiven Podcast, hin zu „worum gings noch mal?“.
Hilfsangebot
Lager aufbrechen ist nicht einfach. Und drauf zu hoffen, dass man es wirklich versucht, um dann doch wieder in Lagerkämpfen und Vorurteilen zu versumpfen, ist auch nicht einfach. Manchmal hasse ich das Wissen, dass ich mir die letzten drei Jahre angeeignet habe. Die Welt ist schöner, wenn man weniger weiß. Weil man sich weniger machtlos vorkommt. Und ich weiß jetzt auch gerade nicht, wie ich anfangen soll. Weil ich hatte eigentlich schon einiges aufbereitet, bevor ich zum Hilferuf kam. Wobei man sich schon fragen kann, wie ehrlich das gemeint ist. Oder wie viel Show. In unserer medialen Welt.
Aber bevor ich versuche zu erklären, was man angeblich nicht versteht, muss ich folgendes einwerfen. Weil es ein konkretes Beispiel ist, an dem man bestimmte Effekte festmachen kann.