Chronologisch nicht ganz passend, weil 14 Tag alt. Aber ich tippe mal fertig. Während andere die Koffer fertig packen, auf dem Sprung sind oder gar schon weg sind, arbeite ich eindeutig zu viel. Und wenn ich nicht arbeite, dann füttere ich die Vögel. Oder putz Räder. Und eigentlich müsste ich Pflanzen und so. Aber so komme ich nicht auf dumme Gedanken.
Aber so a bisserl, so ein klein wenig ist da schon an Gedanken. Wenn ich meinen Kopf nicht bewusst ablenke, aber ich habe auch keine Bock auf diese Psychoinfluenca. Zumal da eh schon die entnervte Gegenbewegung startet, die dann im Zweifel darin enden wird, dass anstelle Verständnis für psychische Themen aufzubauen, jeder der psychische Probleme anspricht ausgelacht wird. Weil Trauma gibt es nicht. Und Klimawandel auch nicht. Haben wir beschlossen. Hypes sind nie gut. Verwässerung ist nie gut. Und Geld und Aufmerksamkeit verdienen mit Influencatum sowieso nicht. Und wir wissen, dass wir nichts wissen. Und ja jeder findet sich schnell wieder in all den inneren Kindern und Verletzungen. Aber das heißt nicht, dass es nicht Menschen mit psychischen Veränderungen/ Abweichungen gibt. Für die das Leben echt hart ist. Ach was will ich wieder. Der Mensch hat eben mit Vernunft nix am Hut. Isch schweife ab.
Dann doch die Gedanken über das eigenen Sein/ die eigene Geschichte abschweifen lassen. Ich bin die Tage zu dem Punkt gekommen, dass das was ich wirklich bereue – also gerade jetzt, vielleicht ist es in einem halben ja was anderes – also was ich bereue, dann ist es, dass ich Umarmungen nicht zugelassen habe. Als man mir sie „angeboten“ hat.
Ich bin kein Freund von diesen weiblichen Ritualen. Und lasse auch ungern Menschen so nah ran, wenn es in dem Moment nicht selbst fühle. Menschen, die ich regelmäßig sehe, umarme ich eigentlich maximal zum Geburtstag. Und diese Pflichtumarmungen beim Abschied, wenn man zu Besuch war, sind meist auch nur Pflichtübung und kalt. Warm muss man wollen und zulassen. Und spüren. Und manchmal will man es aber auch nicht zulassen. Das warme. Weil es Nähe schafft. Und manchmal bereut man es dann. Die Nähe zu selten zugelassen zu haben.
Vielleicht sollte man daraus lernen und es in Zukunft anders machen.
Ich könnte jetzt echt auch eine gebrauchen. So ne Umarmung. Eigentlich arbeite ich zu viel. Und gleichzeitig sind da so Themen, wo du das Gefühl hast, da läuft was richtig schief und du musst eingreifen, weil du weißt nicht ob du weinen oder lachen sollst und eigentlich hast du ganz schlimme Schmerzen beim zugucken. Hee aber man kann nicht alle retten. Auch nicht alle beruflichen Dinge. Manchmal muss man sich einfach ein Bier aufmachen und weglaufen.
Ich wollte morgen eigentlich früh aufstehen. Aber schlaffen kann ich nicht. Wegen weinen, lachen und Schmerzen.
Nacht. Ich klimpere derweil mit meinen Glückshölzern.
Mein Gedanken sind weich, meine Augen tun weh
Ich hab‘ heut genug gehört und genug geseh’n
Das war ein echt harter Tag, kein Kinderspiel
Es waren tausend Prozent und von allem zuviel
Ich hab‘ ’nen knochenharten Job, mein Geist ist total leer
Meine Kraft ist am Ende, ich kann nicht mehr
Vom Ehrgeiz getrieben, hätt‘ ich nie gedacht
Es weht ein eiskalter Wind in den Häusern der MachtUmarme mich
Leg meinen Kopf in deinen Schoß
Beruhige mich
Und lass mich nicht mehr los
Gib mir von deiner Energie
Ich steh‘ als Bettler hier vor dir