I know

„Alles im Leben hat seinen Sinn“ sagt der Glückstee. „Du wirst dermaßen auf die Fresse fliegen“ hat mein Bauch mir gesagt. Auuuu. Zusätzliches überrollt werden nicht ausgeschlossen. Aber ich hab keinen Bock mir den Rest meines Lebens kaputt machen zu lassen. Und aufgrund dieser Erfahrung mich jetzt komplett ins Schneckenhaus zu verkriechen. Sorry und man droht mir nicht. Und schon gar nicht mehrfach. Was soll der Scheiß. Restliches kreatives Hirnjogging mal ganz außen vor. Eigentlich schade um das Potential. Bei der Kreativität könnten da gute Bücher draus werden. So entsteht nur Leere und Hass. Ich hab Fantasie, ich mag Fantasie. Wenn man sie warm einsetzt.

Ich hätte nach einer Stunde auflegen sollen. Aber nein, ich glaub ja immer an das gute im Menschen. Und das mit dem Arschloch sein, das hab ich noch nicht so drauf. Und wenn ich mich dann für mich gefühlt so verhalte, mein schlechtes Gewisse mich dazu treibt, nachzusehen, ob alles okay ist, befindest dich plötzlich im Wrestling Ring. Mein präfrontaler Kortex muss übrigens ausgeschaltet gewesen sein am Montag. Nicht denken sondern einfach machen ist nicht immer die richtige Lösung.

Ich hab das erste Mal in meinem Leben jemand auf Whatsapp blockiert. Ich war auch noch nie so kalt gegenüber jemanden, wenn sich die Wege kurz kreuzen und dann wieder trennen. Das muss man auch erstmal schaffen. Ich verleihe eine Medaille. Meine Kälte im Moment gruselt mich selbst. Und ganz ehrlich, mir is lieber ich heule mir die Augen aus. Lieber fühlen. Auch wenn es nur Mitleid und Selbstmitleid ist. Aber auch das ist warm.

Und gleichzeitig war ich gefühlt wieder Mittel zum Zweck. Gefühlt ein Spielzeug. Der Mensch irrelevant. You want the sin without the sinner. I know.

Apropos Mittel zum Zweck. Wenn ich geblieben wäre, nur um meine Zunge zu lockern oder psychologische Themen zu erforschen, und alles andere auszublenden inkl. der Zerstörung, dann wäre das gefühlt so, als würde ich jemand anderes als Mittel zum Zweck missbrauchen.

Genau hier schließt sich der Kreis zu dem, worüber wir vorhin gesprochen haben. Wenn das Gehirn in diesem Sucht- oder Drang-Modus ist (weil die biologische Impulskontrolle durch den emotionalen Schmerz überfordert ist), schaltet es auf den „Überlebens- und Beschaffungsmodus“ um.

In diesem Modus verliert das Gehirn temporär die Fähigkeit zu echter Empathie und tiefer Verbindung. Menschen werden funktionalisiert: Sie werden zu Objekten, die man braucht, um den inneren Mangel oder die Anspannung für einen kurzen Moment wegzubekommen.

Dass du diese Grenze für dich erkannt hast und gegangen bist (oder gefühlt hast, dass Bleiben falsch gewesen wäre), zeigt, dass deine innere Bremse – dein moralischer Kompass und deine Reflexionsfähigkeit – intakt und stark ist. Du hast dich dagegen entschieden, dich selbst zu verlieren und einen anderen Menschen zu funktionalisieren, nur um einen Moment der Erleichterung zu haben.

Dieses Gefühl, „Mittel zum Zweck“ zu sein, tut weh. Aber die Tatsache, dass du es so klar benennen kannst, ist der erste Schritt, um aus diesem Kreislauf auszusteigen.

Google KI Dingens

Ich hatte für mich eine rote Linie definiert. Aufgrund aller Erfahrungen der Vergangenheit. Ich kann mich nur noch auf Menschen einlassen, die bereit sind, auch ihre Verantwortung, ihre Rolle im Spiel zu sehen und zu übernehmen. Soziale Beziehungen sind keine Einbahnstraße. Die man mit „Ich bin so“ oder „mein Leben, meine Regeln“ pflastert. Wer so denkt, wird nie reflektieren. Wird nie versuchen seine Teil der Beziehungsarbeit zu übernehmen. Sich selbst zu verstehen. Und vor allem andere.

Wenn man sich auf Menschen einlässt, die anders sind, ist das harte Arbeit. Der Autopilot funktioniert nicht. Es ist wie fahren im Dunkeln. Man muss komplett neu lernen sich zurechtzufinden. Das funktioniert nicht einseitig. Die andere Seite muss mitmachen. Und kann so auch lernen die Scheinwerfer freizulegen, um mehr zu sehen.

Die rote Linie wurde erreicht. Ein einziger Satz, der mich gefrieren lässt. Meine Versprechen killt. Unvorhersehbar und aus dem nichts. Nein deine Erklärungen stimmen nicht. Und meine willst du nicht hören. Und ich kann es eh nicht so formulieren, dass es gehört werden könnte. Gibs da Musik zu? Mir fällt gerade keine ein.

Apropos, wenn du ein schlechtes Gewissen wegen einem Satz hast, der dir dann auch negativ ausgelegt wird. Wenn ein „mich wird man nicht so schnell los“ lieb gemeint war, dass man nicht gleich die Beine in die Hand nimmt, wenn man merkt dass der andere anders ist. Wenn das dann am Ende als „Drohung“ ausgelegt wird. Nur weil deine Empathie dich noch sagen lassen wollte „Hass mich. Hass mich dafür, dass ich dir was versprochen habe, was ich nicht einhalten kann“. Ein Kontakt zu viel, der dich an in Stücke zerhackt. Wahrheit ist sehr dehnbar. Im Auge des jeweiligen Betrachters. I know.

Das mit dem Boomerang war anders geplant

Süchte zerstören am Ende immer. Und wenn man keine 20 mehr ist, ist die Zeit kurz. Süchte sind vielfältig. Und haben vielfältige Gründe. Und wie anfällig wir sind, steuert unser Kopf. Impulskontrolle, Präfrontaler Kortex. Da wo auch die Intelligenz sitzt. Was nicht heißt, dass kluge Menschen nicht süchtig werden können. Aber je weniger Graue Masse, je mehr sie auch blockiert / reduziert wird auch durch Stress/ Dauerstress, um so schwerer die Steuerung von Impulsen. Und Suchtmittel/ Rausch tun ihr übriges.

Ich denke an deine Mutter. Ich vermisse dich.

Der Glückstee sagt: Handle eigenverantwortlich

Ein Leben im Rausch. Ein Leben auf der Überholspur. Ein Leben ohne Ruhe. Zieh mich da nicht ein. In ein System. Ein gemeinsames Leben. Das gemeinsame Drehbuch. Nein man muss nicht die Akteure ändern. Aber das Drehbuch. Man muss es wollen.

Diskutieren Sie nicht mit dem Nebel. Sie können Nebel nicht mit Logik wegpusten.

Ich hätte eher gehen sollen. Und vor allem nichts versprechen. Vielleicht sollte ich auch an meiner Selbstüberschätzung arbeiten. Und nur zu sagen „Ich bin kein Therapeut“ sollte vielleicht auch mit dem Handeln gleichgesetzt werden. Auch wenn ich weiterhin mein Wissen gern teilen würde. Aber das müsste man dann auch wollen. Neugierig sein. Fragen. Bewusst das Wissen kosten.

Das Universum ist übrigens ein Arschloch, sicher bin. Die Sterne standen bestimmt schief. Ich sollte die Tarot Karten legen. Aber irgendwie habe ich nicht mal dazu Lust.

Ich schüttel und rüttel mich noch. Und nein, ich hab nicht vor die Menschen zu hassen. Gut kurzfristig wolle ich ins Kloster oder hetero werden oder so, aber das is doch alles auch keine Lösung.

Als ich am Sonntag durch den Park gejoggt bin, war da dieser kleine Erdebürger. Konnte grade so laufen. Und wedelte mir freudestrahlend den bunten Blätterstraus entgegen. So lange ein Kinderherz mich noch packt. Mich rausholt. So lange ist alles gut. Ich gebe zu, ich hab ne Träne verdrückt.

Es gibt wohl kaum eine schönere Metapher, um zu verstehen, dass Sie die schrille, vernebelte Scheinwelt getrost hinter sich lassen können. Die echten, tiefen Momente des Lebens finden im Stillen statt – genau dort, wo Sie jetzt gerade sind.

Die letzten Worte waren nicht schön. Ich wollte doch nur sagen „Hass mich, du hast jedes Recht. Und hass nicht die Welt.“ Und „Ja, du bist genug“. Es verpufft in all den Giftpfeilen. Auch wenn der letzte Satz zumindest für eine kurzen Moment Wärme aufflackern lies. Ich weiß nicht, wie das ist. Es muss schrecklich sein. Wenn man sein selbst für so wenig wertvoll erachtet, dass man hinter ganz viel Inszenierung versteckt.

Alles Gute zum Geburtstag. Ich hoffe dir gehts gut. Oder zumindest besser als mir. Hoffe du hast dich gut eingelebt. Dein Zuhause gefunden. Wärme und Geborgenheit. Und vor allem Ruhe. Und dein Lächeln nie verloren. Auch wenn du es zu selten gezeigt hast, als du noch hier warst. Ich vermisse dich. Falls ich das nicht schon sagte. Fühle dich gedrückt. Es war immer so schon warm und echt. Auch wenn der Rest schwierig war. Happy Birthday.

Vielleicht ist in einer Fantasie-Welt leben kein schlechter Plan. Wenn man die Fantasie nicht über reale Menschen stülpt. Und sich bewusst ist, was Fantasie und was Realität ist. Und es vor allem gut wärmt.

Nacht

PS: Nein, ich gehe meine Weg weiter. So wie bisher. Ich geh nicht – sofort. Und ich will wieder gern länger blieben als nur eine handvoll intensive Tage. Leise.

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