Ich bin müde. Ich habe gestern Abend mit der KI zu lange über Schuldgefühle, eigene Werte, Empathie etc. pp. philosophiert. Am Ende hat sie recht. Es gibt Dinge, die kann man nicht ändern sondern nur akzeptieren. Und man ist für sich selbst verantwortlich. Nur für sein eigenes handeln und tun. Und das Universum ist nicht fair. Es würfelt aus, wer welche Bürde zu tragen hat. Aber das heißt nicht, diese Last auf seine eigenen Schultern zu nehmen. Und das Gute kann nur existieren wo auch das Böse existiert. Und Empathie kann nicht heißen, alles mit sich machen zu lassen und alles Leid an sich ran zulassen. Und ebenso sollte man nicht mutwillig selbst Leid verteilen.
Ich war nur zu Besuch. Ich muss jetzt weiter.
Und vieles kann man eh nicht verstehen. Oder wie sagte die KI, irgendwann wird das Verstehen wollen ungesund. Ja hab ich auch schon durchgespielt. Altaaaaa. Ich war kurz davor mein Hirn zu crashen damals. 13 Jahre is es auch schon her. Man wird sowieso nie alles verstehen. Man kann eh nie in die Köpfe anderer schauen. All die Theorien, all die Beobachtungen, all die Muster, sie haben nie in die Köpfe geschaut. Sie waren auch nie dabei. Ich glaube mein Leben ist zu kurz, als dass ich es noch erleben werde, dass wir wirklich Wissen über das erlangen, was in de Köpfen von uns Menschen vorgeht. Und wie wir einen Gips drum machen können, um wirklich zu heilen, was aus dem Takt geraten ist. Und was einfach nur Vielfalt ist, die uns bereichert.
Ich mag diesen Song. Und ja Placebo ist quasi auch 13 Jahre her. Und sie waren damals schon hilfreich. Aber genau diesen Song hätte ich vielleicht öfter hören sollen. Um nicht immer diesem Warum nachzujagen.
Frontmann Brian Molko erklärte in Interviews, dass das Lied eine stark östlich-spirituelle Philosophie verfolgt. Wenn man versucht, den Sinn des Lebens zu ergründen, rennt man unweigerlich gegen eine Mauer. Die Heilung bzw. der Ausweg aus dieser existenziellen Krise liegt laut dem Song in der Akzeptanz: Man muss akzeptieren, dass manche Fragen niemals beantwortet werden.
Statt an dem „nie endenden Warum“ zu verzweifeln, geht es darum, das Chaos der Gegenwart anzunehmen und das Beste aus dem Hier und Jetzt zu machen.
Das dazugehörige Album Battle for the Sun markierte einen großen Wendepunkt für Placebo hin zu einem helleren, optimistischeren Sound.
Google KI Dingens
Hier war es eh in letzter Zeit recht ruhig. Ich hab das Gefühl nichts neues mehr aus dem Netz rauspressen zu können. Was mir Hilft die Menschen und auch mich zu verstehen. Das Hirn ein Mix aus Biochemie und Elektrosmog hängengeblieben in den Höhlen der Steinzeit. Nix anderes als jedes andere Tier auch. Nur Überheblicher. Jenseits von Vernunft. Und mit einem Haufen Bugs versehen. Und zu den Standardbugs kommen auch noch die Späße des Universums dazu. Was man sich nicht aussucht, aber tragen darf. Darauf wird es nie eine Antwort geben.
Als ich heute von Bahnhof nach Hause marschiert bin, hat das Universum mir ein Lächeln geschickt. Ich glaube das Universum hat auch ein schlechtes Gewissen. Ein strahlendes breites Kinderlächeln. Ich gedankenversunken bis mir ein Hallo entgegenhalt. Aus dem nichts einfach so. Weil ich gerade da war. Vollkommen wahllos. Aber voller Lebensfreude, Neugier und Energie.
Ich hab nicht mal Lust auf melancholische Weltschmerz-Musik. Und vielleicht bin ich auch auch irgendwie zu alt dazu. Meine Zeit läuft ab. Ich will meinen Weg weitergehen. Wo auch immer er mich hinführt. Und mich nicht verschließen. Man soll nie nie sagen. Und Verbitterung ist eh keine Lösung. Und Vergangenheit ist Vergangenheit. Zukunft ist Leben.
Meine Zeit ist zu knapp, um mich in Wut, Schmerz und Leid zu besuhlen. Ich hab die Fähigkeit zu steuern. Gedanken können Gefühle steuern, Gefühle könne Gedanken steuern. Wenn die Gefühle einen überkommen, kann ich sie einfangen. Es gibt Werkzeuge dafür. Und vor allem Willen. Am Willen hat es mir nie gemangelt. Wenn ich gewollt habe, lach. Manches will ich auch nicht. Lach. Ja Lachen will ich. Ich will nicht diskutieren.
Es ist mein Leben und meine Verantwortung. Die Welt da draußen besteht nicht aus dem Bösen. Die Welt hat so viel zu bieten. So viel Gutes. So viel was es zu entdecken gibt. So viele Schatten, über die man springen kann.
Vielleicht geh ich in den Wald tanzen. Ganz allein. Weil Tanz kein Publikum braucht. Nur Gefühl. Der Song is eindeutig unterbewertet.
Manchmal gibt es Situationen im Leben, da kommt man nicht raus ohne wehzutun. Anderen und / oder sich selbst. Vielleicht liegt auch darin eine Akzeptanz. Dass das Gute in einem Selbst auch nur existieren kann, wenn man das Böse akzeptiert. Das Leben ist kein Ponyhof.
Avi sagt, ich muss Bäume umarmen, dann werd ich erleuchtet. Habs probiert. War jetzt nicht so erfolgreich. Aber ich könnte Holz sammeln. Hm ich muss meine Höhle renovieren. Ich brauche Material. Und ich kann da draußen fühlen. Es wird Herbst. Die Kraft des Windes kommt zurück. Ich will diese Kraft spüren. Wie das Lachen der Kinder. Ich will leben. Und genießen.