Es war einmal … Teil 5

Scheren mir heute mal aus. Und machen so eine Mischung aus dem was einem so vor die Füße fällt und dem was sich so Leben nennt. Und worüber man sich gern ausschweigt. Und dabei ist es doch so allgegenwärtig.

Bin heute über eine Doku gestolpert. Eine die Liebe, dunkle Gedanken und Suizidgedanken thematisiert. Ein ungewöhnliches Paar in vielerlei Hinsicht. Der Altersunterschied lässt viele von uns natürlich gleich mal urteilen. Aber die meisten werden versuchen dagegen anzukämpfen. Weil wer möchte für seine Liebe schon abgestempelt werden. Und was du nicht willst, was man dir … Goldenen Regel halt.

Aber eigentlich geht es um was anderes als den Altersunterschied. Es geht um das was die beiden eint. Und irgendwie war der Altersunterschied schuld daran. Schuld daran, dass man offen und ehrlich miteinander spricht. Weil man selbst nicht an eine Beziehung glaubt. Und daher auch nichts verbergen muss. Ehrlichkeit.

Wenn Das sprechen über Suizidgedanken der Beginn einer Liebe ist. Dinge, die man sonst für sich behält. In der optimierten Heilewelt-Zeit in der wir leben, verdrängen wir vieles. Das Dauerlächeln soll gewinnen. Unangenehme Dinge aus dem Leben gedrängt. Sei des der Umgang mit Tod oder allgemein „negative Gefühle“.

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Bullshitresistenz – moralische und intellektuell Demut

Der Hübl hat nen Vortrag gehalten. Ging um Wahrheit und Wissen und so. Grundsätzlich schon mal interessant und muss man sich immer vorhalten, dass Wissen nicht Wahrheit ist und so. Er kam dann am Ende noch mal zu den Krabbenkäfern in unserem Kopf. Und das Wissen uns nicht unbedingt zu rationalen vernünftigen Menschen macht. Ich sach nur Die dunkle Seite der Gruppe – Bias Teil 3 und Sozialpsychologie – Theorie der sozialen Identität

Und es gibt noch eine zweite krasse Beobachtung: Leute die sehr gebildet sind – kam jetzt vor zwei drei Jahren so eine Studie raus – sind auch moralische Absolutisten. Also sie glauben, dass es auf keinen Fall sein kann, dass sie sich moralisch irren, dass ihre moralische Agenda falsch sein könnte. Und je gebildeter desto eher sind sie nicht bereit eine andere Ansicht zu akzeptieren. Also sei das jetzt zur Abtreibung, zum Klimaschutz, zu Ungerechtigkeit, zu Steuern wird also durchgefragt. Und mit steigender Bildung werden die Leute dogmatischer und nicht offener und toleranter. Sie sind natürlich toleranter im Sinne von im Umgang mit anderen Menschen. Aber was ihre Werte betrifft nicht und das spricht auch eher eine negative Sprache, dass Bildung oder Intelligenz manchmal genommen wird als sehr scharfe Waffe. Nicht um zusammen mal sich selber zu kritisch zu überprüfen oder die Sachen sich genau anzuschauen. Sondern eher um sein Selbstbild zu verteidigen. Und diese Idee gibt es bei Freund, dass wir so Selbstschutz machen. Es gibt diese Theorie der kognitiven Dissonanz. Wir mögen das einfach nicht gerne wenn wir … wenn Leute Fleisch essen und man sagt Ihnen hier schon mal Fleisch essen ist schlecht für die Tiere, schlecht für die Umwelt und schlecht für die Menschen, weil es Ressourcen verbraucht. Und die die Fleisch essen halten die nicht so überzeugen diese Studie. Und die in der gleichen Studie Salatblätter essen, die sagen „ja das scheint mir so überzeugend zu sein“ . Also diese Spannung die entsteht zwischen meinem eigenen Verhalten und den Fakten, lösen die Leute nicht auf, indem sie ihr Verhalten ändern, sondern typischerweise indem sie sagen die Fakten stimmen nicht. Und das erklärt sehr viel von solchen ideologischen Diskussionen ,ob das jetzt Atomkraft ist Klimaschutz. Egal was man alles anschauen kann, es ist selten so dass jemand wirklich genau gleich abwägt, wenn er schon einen moralisches Lager betreten hat sozusagen.

Sas ist bei Menschen so. Wir verwenden unsere geistigen Kapazitäten um unser Selbstbild zu erhalten.

Philipp Hübl – Vortrag „Die Wahrheit über Wahrheit“

Unsere Identität ist stark mit der Gruppen Identität verbunden. Wir neigen sofort dazu, uns anzupassen an die Gruppe oder das Idealbild das wir von einer Gruppe haben.Und viele Studien zeigen, aber Leute die eine intellektuelle Demut haben und eine moralische Demut sind typischerweise bei also Wissenstest und bei diesen ganzen Versuchen deutlich besser als der Durchschnitt. Also mit Demut ist einfach gemeint, dass man sich klar macht, man kann sich irren in Fakten, Fragen. Und wahrscheinlich weiß man weniger als man glaubt. Wir tendieren uns zu überschätzen bei sehr vielen Fragen. Und man kann sie aber auch bei moralischen Fragen hören. Es kann oft sein dass man glaubt man weiß genau was zu tun ist. Und was richtig ist, Und am Ende kommt raus, ja vielleicht stimmt es doch nicht. Also das wäre meine Empfehlung intellektuelle und moralische Demut.

Philipp Hübl – Vortrag „Die Wahrheit über Wahrheit“

Wenn wir festhalten, dass Wissen nicht gleich Wahrheit ist und die die viel Wissen und gut analytisch/ rational denken können, dann doch wieder Gruppendenken und Ideologie verfallen, dann … sollten wir uns einbuddeln … oder demütig sein.

Ich glaube ja immer noch, dass das Wissen über die Funktionsweise menschlicher Existenz (um es mal grob zu fassen), ein Schlüssel zur Lösung unserer großen Krisen sein kann. Eigentlich sein muss. Das ist ungefähr das gleiche, wieso ich glaube, dass es – um es mit Svens Worten zu sagen – charismatische Anführer braucht. Weil auch das zur „Evolution“ und Herdentier Mensch gehört. Nur wenn wir Menschen uns verstehen. Uns selbst verstehen, dann können wir verhindern, dass uns unsere Unzulänglichkeit in Gänze so endet wie bei den Maya und den Osterinseln. Dazu braucht es gemeinsames Handeln. In einer Umgebung für die wir nicht geschaffen wurden. Mit Problemen, die man nur abstrakt greifen kann. Das braucht den Willen für Lösungsoffenheit und Kooperation von allen Seiten. Aber schwer in Zeiten in denen jeder um irgendwas ringt und lauter Nepper, Schlepper, Bauernfänger unterwegs sind.

Und ich frage mich, ob Mensch überhaupt bereit ist, anzuerkennen, dass wir oder speziell er nicht so genial ist, wie er glaubt. Das würde ja auch dem Konzept des Aufrechterhaltens des Selbstbildes widersprechen. Viele können doch für diese Erkenntnis gar nicht offen sein. Das ruckelt doch am Selbstbild. Und ich glaube ja speziell bei der Bildungselite ist Wissen ja auch Macht/ Einfluss/ Sozialer Status/ Kapital. Bei Wissenschaftler gar noch eigene Theorien. Das selbst erschaffe mit eigene, Blute und Schweiße. Sich geirrt haben? Spinnst du?

Aber ja Mensch ist mehr als Kopf. Mehr als nur rationale Gedanken. Und der Gedanke das Menschsein nur noch auf rationale Gedanken zu reduzieren missfällt mir immer noch. Ich muss regelmäßig an den Film „Hüter der Erinnerung“ denken, wenn wir zu viel rationales Denken das Leben bestimmen lassen wollen.

Wo nur noch denken ist und keine Emotion ist Gleichgültigkeit ist Monotonie und Stille.

Aus großen Leid, großem Schmerz erwuchs eine Lösung. Gemeinschaften. Friedliche schöne Orte, an denen aus Chaos Harmonie wurde. Eine perfekte Welt.

Wenn Menschen sich frei entscheiden dürfen, entscheiden sie falsch.

Hüter der Erinnerung

Ich will dieses Rot sehen. Und das Grün. Und das Gelb und Blau. Und alles dazwischen und gemixt. Eine Welt in Grau? Emotionslos? Ist das Leben? Oder ist Leben nicht das was Jonas tut? Fühlen wollen. Den Schmerz. Die Liebe. Und alles andere. Auch die Grausamkeit des Krieges und die Endlichkeit. Emotionen haben ihren Sinn. Und sie bereichern genauso unser Leben. Klar können wir Dinge ausknipsen. Krankheit und was sonst noch so stört. Warum nicht ich die blöden Emotionen. Unser Denken frei machen davon. Keine Impulsiven Handlungen mehr. Weniger Fehler. Absolute Freiheit weil unser Denken eines mündigen Bürgers gerecht wird. Immer korrekt abwegend.

Es mag sein, das Progressive eher „Kopflastig“ sind und Konservative eher „Bauchlastig“ im Denken. Wobei ich mich auch da frage, ob das falsch sein muss mit dem Bauch. Die Zukunft vorhersagen, kann auch der Kopf nicht zuverlässig. Und am Ende ist die Kopflastigkeit der Progressiven vielleicht auch nur das, was sein muss, um die Automatismen des „alten Denkens/ der alten Werte/ Moral“ bewusst zu übersteuern. Wie hat die Meteorologin heute so schön bei Alpha zu ihrem Job und all den Wettermodellen gesagt: Da ist auch ganz viel Bauch dabei. Sogar Wissenschaft is Bauch.

Mensch ist mehr als nur rationale Gedanken. Und Wissen begrenzt. Wir wissen dass wir nichts wissen. Und das Wissen wächst und mit ihm das Nichtwissen. Jede Erkenntnis macht neue Fragen auf. Und neue Erkenntnis revidiert altes Wissen. Wir lechzen nach Kontrolle/ Kontrollillusion, aber bleiben in Unsicherheit verhaftet.

Und ich bin mir auch nicht sicher, ob man immer alles rational „ausrechnen“ muss. Sind nicht am Ende die großen Fragen nicht immer auch Moralische Fragen? Ist es am Ende das entscheidende, wie viel ein Panzer kostet? Ich zweifele. Es bleibt eher die Frage, welche Kosten man tragen möchte. Bereit ist zu tragen. Werte, die nicht nur monetär sind. Und bleiben am Ende nicht immer Spannungszustände in uns zurück, wenn wir gegen unsere Überzeugungen/ Moral handeln? Sind nicht deshalb die Diskussionen sind „heiß“? Und ganz ehrlich, man kann sich immer alles „schön rechnen“, „schön argumentieren“, irgendwas aus den Fingern saugen, damit es passt. Das sieht dann zwar logisch und rational aus, is es aber nicht. Handwerkszeug eines jeden Projektleiters. Mal ganz zu schweigen von Politikern.

Ich glaube nicht, dass wir um Moral und Werte und damit verbunden eben auch immer Emotionen drumrum kommen. Es sei denn wir lassen die KI das Ruder übernehmen und die darf sich ihre Werte selbst optimieren. Aber es ist eine Frage wie wir mit Moral und Werten umgehen. In einer Pluralen Gesellschaft. Mit der Spezies Mensch, die ihre Bugs hat. Eines Herdentiers. Mit unterschiedlichen Werten in den einzelnen Herden. Mit immer mehr Herden, die sich abspalten. In unserer Modernen Welt. Mit immer grenzenloser Vermischung unterschiedlicher Wertevorstellungen. Mal ganz zu schweigen von kreativem Gehirnjogging mancher Intellektueller und daraus abgeleiteter Normen und Strafen. Jenseits von moralischer und intellektueller Demut.

Wir sind nicht geschaffen für diese Welt. Unser Denken, unser Fühlen passt nicht in diese moderne Welt. Und darum handeln wir nicht so, wie wir es tun müssten. Sind irgendwie als Spezies verloren. In uns selbst.

Für mich bleibt es essenziell unser Hirn zu verstehen mit allem was dazu gehört. Gedanken sind nur das Ergebnis von Wahrnehmung. Wissen entspringt Wahrnehmung. Unsere Sinne nehmen auf. Unser Hirn verarbeitet. Reagiert. Erzeugt wilde starke Emotionen, Abwehrreaktionen, Spannungen genauso wie kluge Gedanken. Und auch Träume gehören dazu. Nicht nur um Dinge zu verarbeiten, sondern auch um weiter zu kommen. Da passiert so viel in diesem Ding und wir wissen noch zu wenig. Aber wir halten uns immer noch für die genialste Schöpfung Gottes. Selbstüberschätzung wollte die Evolution so.

Apropos Gott. Es gibt sie nicht mehr diese allumfassende Erbklärinstanz. Den Halt. In breiter Masse. Und es gibt Gründe warum auch Hirnforscher beginnen zu grübeln woher diese Spiritualität kam, die sich zwar in unterschiedlicher Ausprägung , aber überall wiederfand, aber Halt und Richtung hab – Kipppunkte im Gehirn. Stattdessen taumeln wir heute zwischen Wissen, Halbwissen, Unwissen, Kulturlkämpfen, Wissenskämpfen und Geschichten umher. Irgendwie wie beim Turmbau zu Babel. Welcher ja bekanntlich eine Geschichte ist. Aus dem dicken Buch. Heute haben wir so viele Geschichten an jeder Ecke, dass man den Überblick verliert. Aber es ist für jeden was dabei. Und manche verirren sich in dem Wirwar auf der Suche nach Halt bei Verschwörungen. Weil sie eine Illusion der Kontrolle vermitteln. Des Wissens. Die Evolution is humorlos

Diese Bugs in unserem Kopf, es sind eigentlich Features aus Sicht der Evolution. Um zu überleben. Sagt der Sterzer. Aber jetzt stehen sie auch unsere, Überleben im Wege. Wenn wir nicht anfangen zu verstehen. Auch wenn es schmerzlich ist für alle. Weil sich dann jeder auch hinterfragen muss.

Kann man die Welt erspüren Fritze? Nein mögen wir nicht dieses Erspüren. Klingt uns zu esoterisch zu spirituell. Zu sehr nach Guru. Zu sehr nach Religion, die möchte das wir ihr folgen. Ja unser Kopf ist voll von Erklärungsmuster. Auch zu einzelnen Wörtern. Aber aber aber … wenn wir mal interpretieren, wenn wir mal übersetzen, dann gehts darum, wir nehmen die Welt wahr. Mit all unseren Sinnen. Soweit bekannt. Wir können die Welt wahrnehmen. Und dann die Reize, Gedanken und Emotionen sortieren, analysieren und interpretieren. Mit Bedacht. Auch Emotionen sagen uns etwas. Wahrnehmen, Reize und Emotionen ergeben zusammen ein Spüren. Spüren hat was mit Sinnen zu tun. Wahrnehmung hat was mit Sinnen zu tun. Und wo mehr ist als luftleerer Raum, wo andere Lebewesen sind, wo andere Menschen sind, da müssen wir wahrnehmen. Und alles ist in einem stetigen Fluss. Nicht berechenbar. Nur zu einem bestimmten Zeitpunkt greifbar und bewetrbar.

Hm, vielleicht doch mehr Bürgerräte? Wenn es die Bildungselite ist, die festhängt in Ideologien. Dann kann die Nicht-Elite bessere offenere, tolerantere Entscheidungen treffen.

Lobotomie ist übrigens auch keine Option. Mensch ist Mensch. Mehr als nur rationale Gedanken.

Ich bin doch keine Maschine
Ich bin ein Mensch aus Fleisch und Blut
Und ich will leben, bis zum letzten Atemzug
Ich bin ein Mensch mit all meinen Fehlern
Meiner Wut und der Euphorie
Bin keine Maschine
Ich leb‘ von Luft und Fantasie

Die Evolution is humorlos

Kommen wir mal zu echter Psychologie. Jenseits der Medienpsychologie. Der Frank war mal wieder bei der Sternstunde. Der Frank, das is der der uns erklärt hat, dass die Evolution Vernunft nicht vorgesehen hat. Heute erklärt er, dass die Evolution humorlos ist. Frank ist Psychiater in der Schweiz. Eigentlich dt. Einwanderer. Also Schweizer mit Migrationshintergrund. Arbeitet mit Straftätern und is der bekannteste Schweizer Psychologe. Und hatte von einiger Zeit ein Buch veröffentlicht, zu den Krabbenkäfern in unserem Kopf. Wir berichteten: Vom Versagen der Vernunft

Fangen wir mal mit der spielerischen Philosophie an. Lustiges Gespräch. Ich nenne es Turmbau zu Babel. Aber da waren ein paar interessante Aussagen.

«Der Mensch ist gefährlicher als ein Raubtier?»

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Vom Wissen isn Handeln

Ich muss noch mal Henning einwerfen. Also Teile. Teile eines Interviews. Weil halt. Is eher das Zweite Teil des Interviews. Geht um Veränderungsprozesse.

… weil sich Menschen sehr häufig darauf verlassen was gut funktioniert wird weiter optimiert …

… das Interessante ist dass Menschen dazu tendieren Trends fortzuschreiben …

… man kopiert eine Sache die gut funktioniert. Never touch a running system.

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Mit Henning Krisen neu denken

So. Hören wir heute noch mal Henning zu. Der macht sich ja auch Gedanken. Aus der Perspektive des Hirns. Er war jetzt Premierengast beim neuen turi Podcast. Ging um den Umgang mit Krisen. Ich frage mich übrigens, ob es nicht doch einen Unterschied gibt zw. reiner WissKomm wie Henning das macht. Und der WissKomm wie sie „wissende Aktivisten“ machen. Er is ja nicht der einzigste Slamer/ Erklärbär aus dem Bereich Hirnforschung. Aber er ist anders.

Den Teil mit Wissenschaft überspringen wir. Da ist viel kaputt gemacht worden. Heißes Pflaster. Müsste echt mal einer zu forschen.

In Stresssituationen, in der akuten Krise, können wir durchaus gut fokussieren und Probleme lösen – Corona Frühjahr 2020 lässt grüßen. Not macht erfinderisch. Ich bin begeistert, dass Henning, diesem Schwarmwissen nicht widerspricht, Und gleichzeitig bin traurig, dass Robert diesen Spruch vergessen hatte in seiner Angst. Wir hatten die Chance auf Strukturwandel. Jetzt hilft nur noch beten.

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Mit der Ersten Generation ins Morgen

Ich brenne. Ohh Fritze ich brenne. Ich habe Puls. Der Henning, ohh der Henning. I feel. Ja Alter genau das. Ich brenne. ✌

Ganz so blöde bin ich also doch nicht. Also wie angekündigt war der Henning Beck, seines Zeichens Neurowissenschaftler (ich brenne) beim Bosbach und Rach. Gut man muss Opfer bringen. Henning mal wieder on fire. Das kann der Slammer ja per se sehr gut. Aber der Inhalt Fritze, der Inhalt. Nein ich will keine Nacht drüber schlafen. Weil ja genau DAS. Jedes einzelne Wort. Und dieses Mal wirklich jedes einzelne Wort.

Und Maja kommt auch drin vor. Anekdote am Rande: Aufgegabelt habe ich den Henning glaube damals beim HIK 2020. Da war er zusammen mit Maja. Ach ne guck, den hatten kurz vorher ergoogelt. Ich sag nur Einstellungsnetzwerk. Der macht ne ganze Reihe so WissKomm Dinger mit diversen Medienhäusern. Und immer mit Fokus auf unser Köpfchen. Medial cool aufbereitet. Der HIK Vortrag damals bezüglich KI war auch geil. Gibs leider nicht als Video. Hach ja der HIK. Ich schwelge in Erinnerungen. Eine der besten Veranstaltungen zu denen mit Maja „mitgenommen“ hat. Lag wohl daran, dass ich den auch sehr lösungsorientiert fand. Mit Beispielen aus der Praxis.

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Tragödie des Gemeinguts

Wir nähern uns dem Ziel. Also dem Verstehen des „Collective action problem“. Das is aber auch ne Schnitzeljagd. Wir pirschen uns von hinten ran. Vom Gefangenendilemma über soziales Dilemma sind wir jetzt bei May Thi und der Tragödie des Gemeingutes. Is alles Spieltheorie und hängt alles miteinander irgendwie zusammen. Geht um Kooperation bzw. dass wir da versagen, weil wir uns primär selbst optimieren. Wikipedia beschreibt es etwas allgemeiner.

Tragik der Allmende (engl. tragedy of the commons), Tragödie des Allgemeinguts, Allmendeklemme oder Allmendeproblematik bezeichnet ein sozialwissenschaftliches und evolutionstheoretisches Modell, nach dem frei verfügbare, aber begrenzte Ressourcen nicht effizient genutzt werden und durch Übernutzung bedroht sind, was auch die Nutzer selbst bedroht.

Tragik der Allmende

Der Untergang der Mayas und der Osterinseln. Sach ich mal. Und sagte ich schon, dass das keine kapitalistischen Hochburgen waren? Weil das is kein Problem des Kapitalismus. Nix einfache Antwort.

Worum gehts bei der Tragödie des Gemeingutes bei Mai Thi? Grob gesagt mal wieder ums Klo. In dem Fall das öffentliche Klo. Ja manchmal fehlt auch da das Klopapier. Aber geht um was anderes. Wer kennt sie nicht die Zettel auf den Klos im Büro, oder schlimmer die versiften öffentlichen Klos. Oder wie Mai Thi sagt, es besteht ein universelles Gesetz, dass man daheim locker die 10 beim Geschäfte machen erwischt aber öffentlich immer daneben langt. Also so in etwa. Immer wenn wir uns was teilen, nehmen wirs nicht mehr so genau. Is wie mit der Mülltrennung in Wohnblocks. Was da so alles in den Papiertonnen landet bei uns. Ein Graus. Und genauso gehen wir mit mit öffentlichen Plätzen um und der Umwelt allgemein. Und sogar die aktivistischen Waldbesetzer hinterlassen beim Kampf für die Rettung der Welt gern nen Müllhaufen. Aber wie hält Mai Thi fest: Mei so sind wir Menschen halt.

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Kipppunkte im Gehirn

Der Wolf wird jetzt spirituell. Huch. Ich bin mittelschwer irritiert. Der Wolf Singer wird auf seine alten Tage spirituell. Der will jetzt die spirituelle Dimension erforschen. Der will das Ich erforschen. Also aus anderer Perspektive das Hirn betrachten. Das Mentale.

Also der Wolf ist Hirnforscher. Hat mir Hirnforschung näher gebracht vor Urzeiten. Also dass er jetzt so knapp vor seinem 80sten. Aber ist spannend. Der Großteil des Interviews dreht sich um seine Biographie. Hirnforschung in den Anfangsjahren noch mit Zettel und Stift. Zufallsfunde und IT basierte Systeme von heute. Darf man auch – also über sich reden – wenn man ein so erfolgreicher Wissenschaftler war. So auf sein Leben zurückblicken und aus dem Nähkästchen. Und er war durchaus auch kontroverser Wissenschaftler. Weil er ja meint, das mit dem freien Willen, wäre nicht so realistisch. Vielmehr könnte man die ein oder andere Freiheitsdebatte lassen. Der vernünftige mündige Bürger ist eine Illusion. Und der Homo oeconomicus erstmal.

Was sagt er da grade? Wir sollen humaner sein im Umgang mit unseren Mitmenschen? Weil wir nicht davon ausgehen können, dass jeder jederzeit so frei ist, gemäß seiner moralischen Werten zu handeln. Is nicht so, dass ich nicht drüber nachdenke seit längerem. Aber es ist schwer. Hat die Evolution nicht vorgesehen. Und wo fängt Verantwortung an und wo Ausrede?

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Spiritualität – Schockierende Sinnsuche

Nach dem frustrieren Hirnforschungs-Ding klickst weiter und das endet dann im nächsten Schockzustand. Wegen der neuen modernen Spiritualität. Wie auch der Religionsmonitor 2022 feststellt, suchen Menschen immer noch nach dem Sinn des Lebens. Aber nicht mehr in der evangelischen/ katholischen Kirche. Sondern bei privaten Anbietern/ im Privaten. Ich mein, dass es heute recht hipp ist zu meditieren und so, is mir nicht entgangen, auch wenn ich da meinen eigenen Blick drauf habe. Und Meditation und Achtsamkeit durchaus was abgewinnen kann. Aber Hollaaaa die Waldfehhhhhh. Soviel zur Systemfrage und so.

Die Suche nach dem höheren Selbst/ dem Sinn des Lebens hat neue Sphären erreicht. Und Konsumkritik/ Kapitalismuskritik kommt da ganz gelegen. Der andere Sinn des Lebens als nur der Konsum. Aber am Ende is das fetter Kapitalismus und ne Menge Nepper, Schlepper, Bauernfänger. Aber wir mal Mitbürgerin Nicole das Problem definieren.

Ich möchte auch glauben, dass es eine tieferen Sinn in meinem Leben gibt. Eine Aufgabe auf dieser Welt, die ich erfüllen darf.

Nicole

Alles im Leben erreicht. Karriere gemacht, aber immer noch auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Und über eine schwere Erkrankung dann am Ende bei der modernen Spiritualität gelandet. Und ich mein Orrrrr . Wenn ich dieser Beraterin zuhöre mit ihrem Gesäusel, frage ich mich wie man das ernst nehmen kann. Da gehen bei mir sämtliche Mauern hoch und Fluchtendenzen. Ich kann das grundsätzlich auch nicht. Auch nicht bei geführter Meditation. Das muss bei mir mit mehr Natürlichkeit. Mehr Bodenhaftung. Weniger Gefühl der Schauspielerei. Aber bei anderen zieht es. Auch egal wie verschwurbelt die Aussagen sind für 180 € die 30 Minuten.

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Breaking: Hirnforschung verhindert Systemchange

Arte hat mich geärgert. Haben die mir zu Weihnachten ne Hirnforschung-Doku geschenkt. Argh. Da sitzt jetzt so ein junger französischer Psychologe/ Hirnforscher und macht mir die Hirnforschung madig und blubbelt am Ende bezüglich Klimawandel wieder was von Neoliberalsmus und Individuum und eigentlich is das Problem das System. Und jetzt is auch noch die Hirnforschung daran Schuld und nicht mehr nur BP. Tsss. Argh.

Okay der Albert sagt Neuronale Plastizität und kognitive Verzerrungen sind zwei Eigenschaften unseres Hirns, die sich unserer Kontrolle entzogen haben. Fein. Und dass diese Eigenschaften jetzt herangezogen werden um alles zu erklären. Mooooooment habe großen Einspruch. Aber bevor ich mich aufrege, lauschen wir weiter und googeln mal „wir boosten ihre Plastizität“. Stimme zu, da machen Menschen Geld mir. Wie mit anderem auch, aber dazu später. Neuronale Plastizität is jedenfalls nix anderes als die Fähigkeit des Hirns zum Lernen und das machen wir täglich. Das Beispiel mit dem Umzug ist lustig, aber wahr. 4000 Euro für ein Wochenende Neuroplastizitätstraining. Tja. Soo und nun holt er aus und behaupte, dass in Zeiten des Neoliberalismus alle Verantwortung auf das Individuum übertragen wird. Masken tragen in der Pandemie. Recycling beim Kampf gegen Klimawandel. Alles Dinge, die vom Einzelnen verlangt werden, während das System immer noch keine Luftfilter in Schulen eingebaut hat. Aha. Immer sehr interessant, dass in anderen Ländern die Lage wie bei uns ist. Muss ein globales systemisches Problem sein. Die Ösis machen uns ja auch dauernd alles nach.

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