Ich bin im Moment ja grundsätzlich nachdenklich. Nachdenklicher als sonst. Ich stelle mir viel Fragen. Will ich mich weiter mit Bewegungen befassen? Will ich mich weiter mit Aktivismus befassen? Will ich mich weiter mit Transformationsforschung befassen? Will ich mich weiter mit Ökonomie befassen? Will ich weiter bestimmte Menschen beeinflussen? Will ich weiter Menschen unterstützen? Und wenn ja welche und warum und mit welchem Ziel. Und gibt es nicht andere Wege?
Und was ist MEIN Kompass? Mich beschleicht das Gefühl, den Kompass zu ändern. Meine eigenen zu finden jenseits von unerfüllbaren Erwartungen. Weg von all dem Wortgekringel, Lagerkämpfen und intellektuellen Debatten, hin zu all diesem wahren Leben/ Alltag. Oder eben spannender Wissenschaft mit echten Erkenntnissen. Ich bin nicht Berlin Mitte und werds nicht sein. Und kein Teil von irgendwelche Bewegungen, die um irgendwas ringen wollen. Es geht vielmehr um Alltag. Eine Veränderung des Alltags. Lösungen die in den Alltag von Menschen passen. Und ihn nicht behindern. Oder wie der Kieler OB feststellte beim utopischen Stelldichein oder auch der Schneidewind schon sagte: Wenn du dich nicht um die alltäglichen Probleme der Menschen kümmerst und lass das das Entleeren der Mülltonne sein, werden sie nicht beim Klimawandel mitziehen. Kann ich doof finden. Kann ich die Menschen verachten für, aber is nun mal so. Man kann nur mit dem arbeiten was man hat. Und das ist der unperfekte Mensch.
Ich habe das Glück in einer Stadt zu wohnen, die reich ist. Eine Stadt in Bayern, die eine bunte Koalition hat aus SPD, Grünen, Freien Wählern, ÖDP und Bürgerliste. Ja nixe CSU oder FDP. Eine Stadt, die mal zur lebenswertesten Kleinstadt der Welt gewählt wurde und auch schon Nachhaltigkeitspreise erhalten hat. Wir haben sogar Windräder. Kapitalistisch getriggert von dem Grafen zwecks Bio-Bier. Oder so ähnlich. Und wir hätten gern mehr und kommen dafür sogar ins Fernsehen.
Und manchmal habe ich das Gefühl Pfaffenhofen wird zum Symbol der Probleme bei der Errichtung von Windrädern. Man findet mittlerweile diverse Artikel im Netz – auch über unseren Bürgerenergiewindpark. Das Pfaffenhofen-Syndrom: Warum der Ausbau der Windenergie nicht vorankommt zum Beispiel oder Wie Klagen den Windkraftausbau verzögern. Die Zustimmung zu Windenergie (10H kannst du nur aushebeln mit Bürgerentscheiden) und Bürgerbeteiligung reicht halt nicht aus
Du nimmst du Wünsche entgegen. Habe ich gehört. Ich bin mal wieder spät dran. Wie immer. Is ein Defizit von mir. Ich steh auf Defizite. Können wir so lassen.
Ich bin dieses Jahr sehr nachdenklich. Auch gerade jetzt. Nicht weil Weihnachten ist. Sondern weil die Twitter Welt auch wackelt und man mit der Frage konfrontiert wird, ob man irgendwo weiter machen will oder eben eine Schlussstrich ziehen. Da wird man nachdenklich. Und irgendwie bin ich auch mittelschwer melancholisch. Beim Rückblick.
Weißt du noch letztes Jahr? Ich hatte da so eine komischen Wunsch.
He du alter weißer weiser Mann mit Bart 🎅. Ich hatte da so nen Wunsch für 🎄. Meinst du, es wäre möglich dass wir alle nicht mehr so viel gegeneinander reden würden, sondern mehr miteinander ✌. Zuhören 👂statt an die eigene Gruppe zu senden und zu kämpfen. Was meinst? 😎 https://t.co/CjBjojS4FZ
Hat irgendwie nicht so funktioniert. Dunkler Fortschritt in moralischen Zeiten ereilte mich. Um mal den Höhepunkt anzusprechen. Und auch die Veronika hatte ihren Spaß. Die Zeiten sind dunkel, sehr dunkel. Und die Probleme groß. Und die Chancen verstreichen. Dafür empören oder debattieren wir uns zu Tode. Und andere mit. Weil Krieg is ja auch noch. Ganz ohne Fortschritt.
Man streitet sich am liebsten um die belanglosen kleine Dinge, zu denen jeder eine Meinung hat. Oder man ist eh in diesen Gruppendenken gefangen. Ganz üble Angelegenheit. Empörung am Anschlag. Aber das bremst so. Gerade die die eine bessere Welt wollen. Wir brauchen mehr Handeln. Aber so wird das nix. Handeln entsteht nicht durch Empörung. Diese Thadeusz Schnipsel ist ha nur ein Beispiel. Das mich immer wieder einholt. Nicht umsonst habe ich den drangepackt an meine Wunsch letztes Jahr. Er ist ein Beispiel dafür wie man glaubt mit immer der gleichen Empörung bzw. Haltung gegenüber dem Gegner und Soli/ Liebesbekundungen zu Idolen die Welt positiv zu verändern. Und der Fall von Herbert hat gezeigt wie schnell dann all die Lösungen untergehen. Es frustriert mich sehr. Genau wie die für die ich Verständnis haben soll. Aber nicht aufbringen kann, da auch sie Zeit und Energie ziehen und keine positiven Entwicklungen anstoßen. Seuftz.
Ich glaube mein Wunsch war durchgerutscht. Kann ich ihn noch mal einreichen? Und nein es geht nicht wieder nur um eines meiner Maja Dinger. Maja und Thadeusz oder der Georg damals sind nur Beispiele. Genau wie Tilo. Man will senden. Alle senden sie. Wenn sie es nicht selbst un, dann andere mit ihren Worten/ Schnipseln. Die richtigen Signale. Man will den anderen bekämpfen, entzauber, bloßstellen. Aber das funzt zum einen nicht, wühlt zum anderen nur Twitter auf, verhärtet die Fronten. Und der Kanzler schüttelt sich nicht mal. Und der Robert redet es schön.
Und mich macht es traurig. Ich möchte nicht mehr traurig sein.
Ich wünsche mir, dass wir uns weniger empören. Weniger die Gruppen bespielen. Mehr zuhören. Weniger Kampfmodus.
Ich hätte gern, dass das anders ist. Dass wir halt mehr zuhören. Um die Probleme zu lösen. Zumindest di, die die Macht haben das zu beeinflussen. Und ich bin sicher, das geht auch anders. Da kann man doch was machen oder?
Und ich mag ja bescheiden bleiben, lieber alter weißer weiser Mann, aber einen zweiten Wunsch hätte ich noch. Dass man das mit der Verantwortung auch aus einem anderen Blickwinkel sieht. Der weiter geht als andere nur an ihre Verantwortung zu erinnern. Und von ihnen Vernunft einzufordern. Weil Mensch ist nicht vernünftig. Hat die Evolution nicht vorgesehen. Auch das Unvernünftige muss gedacht werden.
„Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. In dem finden wir Freiheit. Und – so möchte ich ergänzen – Verantwortung.“ hat mal jemand gesagt.
Die Zeit zwischen Reiz und Reaktion ist dehnbar und individuell. Wir reagieren oft zu schnell und unbedacht. Dennoch ist die Frage der Verantwortung auch eine, der man sich stellen muss, wenn man bewusst Grenzen überschreitet. Jeder trägt Verantwortung für sein Tun und Handeln und der daraus resultierenden Reaktionen. Und unsere Probleme sind immer noch kein Nagel, auf dem man mit dem Hammer hauen kann. Und auch Verständnis ist nicht immer die Lösung. manchmal muss man auch STOP sagen. Und das ist dann Verantwortung. Verantwortung heißt auch zu widersprechen und nicht nur zu folgen oder zu verteidigen. Der Zweck heiligt keine Mittel. Und der gewünschte Erfolg kann ganz schnell ins Gegenteil umschlagen.
Über Freiheit will ich nicht mehr debattieren. Das ist eine dieser Zeitverschwendungen. Es ist auch nicht wirklich relevant. Außer bei der Freiheit Windräder aufzustellen, der Freiheit Solar aufs Dach zu schrauben, der Freiheit Kreislaufwirtschaft zu betreiben, der Freiheit ÖPNV zu benutzen, der Freiheit weniger Fleisch zu essen und so weiter. Frei nach Franziska Brandmann. Und dafür kann man den Rahmen setzen.
Ich wünsche mir, dass man Verantwortung multiperspektivisch denkt. Und auch negative Auswirkungen mitdenkt.
Wenn du meinst, dass man mir meine Wünsche nicht erfüllen kann, dann gäbe es da auch noch einen anderen Weg. Einen Alternativwunsch quasi. Dass ich aufhöre daran zu glauben, dass es Menschen geben kann, die das schaffen. Die wirklich Brücken bauen. Die wirklich Lösungen vorantreiben die breites Potential haben, die auch ein Plan haben. Die die Gesellschaft beobachten können fern von Gruppen. Die mutig sind. Die nachdenklich sind. Die sich nicht zu sehr ablenken lassen. Die ihre eigenen Überlegungen machen. Die dabei auch Herz haben und versuchen andere Menschen zu sehen und zu verstehen. Auch die die im Wege stehen oder Fehler machen.
Ich habe die letzten Tage bei all den Kämpfen und Eskalationen drüber nachgedacht, warum Linke so gern herzlos sind beim Kampf um eine bessere Welt. Vielleicht muss man es sein, weil man immer etwas bekämpfen muss. Und dazu muss man kalt sein im Herzen. Um nicht dran zu zerbrechen.
Es gibt sie nicht die Übermenschen. Auch wenn wir dazu neigen den ein oder anderen so zu sehen. Aber es muss sie geben, die uns wieder mehr zusammenführen. Und ins Morgen führen. Da kommen wir nur gemeinsam an.
Vielleicht sollte ich das tun, was ich eigentlich sehr gut kann. Nicht dran glauben. Pessimistisch sein. Um mich dann positiv überraschen zu lassen.
Beschenk mich einfach alter weißer weiser man. Mit was auch immer. Du hörst mir ja eh nicht zu. ✌
Slow down Take your time It will be all right If you decide to take it on the signs Take it easy Take it easy
Nach dem frustrieren Hirnforschungs-Ding klickst weiter und das endet dann im nächsten Schockzustand. Wegen der neuen modernen Spiritualität. Wie auch der Religionsmonitor 2022 feststellt, suchen Menschen immer noch nach dem Sinn des Lebens. Aber nicht mehr in der evangelischen/ katholischen Kirche. Sondern bei privaten Anbietern/ im Privaten. Ich mein, dass es heute recht hipp ist zu meditieren und so, is mir nicht entgangen, auch wenn ich da meinen eigenen Blick drauf habe. Und Meditation und Achtsamkeit durchaus was abgewinnen kann. Aber Hollaaaa die Waldfehhhhhh. Soviel zur Systemfrage und so.
Die Suche nach dem höheren Selbst/ dem Sinn des Lebens hat neue Sphären erreicht. Und Konsumkritik/ Kapitalismuskritik kommt da ganz gelegen. Der andere Sinn des Lebens als nur der Konsum. Aber am Ende is das fetter Kapitalismus und ne Menge Nepper, Schlepper, Bauernfänger. Aber wir mal Mitbürgerin Nicole das Problem definieren.
Ich möchte auch glauben, dass es eine tieferen Sinn in meinem Leben gibt. Eine Aufgabe auf dieser Welt, die ich erfüllen darf.
Nicole
Alles im Leben erreicht. Karriere gemacht, aber immer noch auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Und über eine schwere Erkrankung dann am Ende bei der modernen Spiritualität gelandet. Und ich mein Orrrrr . Wenn ich dieser Beraterin zuhöre mit ihrem Gesäusel, frage ich mich wie man das ernst nehmen kann. Da gehen bei mir sämtliche Mauern hoch und Fluchtendenzen. Ich kann das grundsätzlich auch nicht. Auch nicht bei geführter Meditation. Das muss bei mir mit mehr Natürlichkeit. Mehr Bodenhaftung. Weniger Gefühl der Schauspielerei. Aber bei anderen zieht es. Auch egal wie verschwurbelt die Aussagen sind für 180 € die 30 Minuten.
Eigentlich hätten wir ja noch Fromm fertig zu machen. Wir sind noch nicht fertig mit der Angst und der Befreiung von den Regel, die unterdrücken. und so. Aber mir ist heute nicht danach. Mir ist nach Endzeitstimmung – Jahresendzeitstimmung.
Jetzt wo ich langsam wach werde. Ich hatte die Wirkung des Weihnachtsbiers nicht mehr im Kopf. Aber beim Aufwachen heute früh dann schon. Hust. Aber unabhängig davon is grad Weihnachten. Mir ist daher nach Melancholie. Nach Gefühlen. Nach Mensch sein. Nicht nach Wissenschaft. Oder wie man hochtragenden Gedanken zur Welt nennen soll. Mir ist nicht nach lamentieren. Nicht nach analysieren. Irgendwie bin ich auch müde. Und überhaupt immer nur hochtragenden Gedanken, immer nur die richtige Moral, die richtige Kritik, endlose Debatten und endlose Kämpfe. So fern von dem was sich wie Leben anfühlt.
Und auch so fern von dem, was die meisten von uns Alltag nennen. Ja wo unter anderem die wichtige Frage ist, was es heute zu essen gibt. Ob noch eingekauft werden muss, wer wieder mäkelt. Wer die Kinder abholt und was man noch für den Chef erledigen muss. Was noch alles besorgt werden muss. Und wohin die Kinder gebracht werden müssen und wer daheim bleibt, wenn die Nase läuft. Wie man die Rechnung zahlen soll. Wer wen enttäuscht, welcher Kollege einem das Leben schwer macht, ob der Partner eine betrügt und warum ein geliebter Mensch gegangen ist. Alltag fern des Gestaltens der großen Welt. Weil die eigene kleine es nicht zulässt. Aber nach Welt gestalten ist mir heute ja nicht.
Wo waren wir? Der Erich, also der Fromm Erich, der hat die These ausgestellt, dass wir Menschen nur frei sein können als Individuum, wenn wir in Liebe und Arbeit , welche auf Freiwilligkeit basieren, unseren Platz in der Gesellschaft und auch in der Natur finden.
Was mir fehlt ist die Betrachtung wie Gesellschaften als Systeme/ als Ganzes funktionieren. Wenn jetzt jeder auf freie Selbstentfaltung/ Selbstverwirklichung macht, was passiert dann mit der Gesellschaft? Funktionieren Gesellschaften nicht eben aufgrund von Arbeitsteilung und diese hat wiederum diverse Ebenen. Wir reden ja gern von Systemrelevanten Berufen. Auch wenn wir die Bezahlung angleichen, kreative Entfaltung lassen viele Jobs nicht zu. Sie sind oftmals das was Fromm kritisiert. Ein Abspulen von Aufgaben/ Tätigkeiten. Automatismen in Perfektion. Nur dadurch kann der Job überhaupt erst gut ausgeführt werden.
Wie funktionieren Gesellschaften überhaupt als Ganzes. Als Ameisenstaat mal bildlich ausgedrückt. Unsere Gesellschaften haben ja Komplexität/ Abhängigkeiten erreicht, die wir selbst gar nicht mehr überschauen. 1940 war das sicher noch nicht so global, aber auch damals konnte man nicht einfach bestimmte Berufsgruppen rausziehen. Diese freie Entfaltung, diese vollkommen zwanglose Selbstverwirklichung ist was schönes, aber es kann sie am Ende nicht geben. Oder Gesellschaften brechen zusammen. Es ist ja nicht so, dass dort wo uns Arbeitskräfte fehlen, die Leute aus purer Lust an Selbstverwirklichung die Türen einrennen.
Also Teile von ihr. Emm Teile ihren Gedanken. Hoffe ich. Also die Aussage „die Welt verändern zu können ist die Essenz von Freiheit“. Hatte ich nicht kapiert. Jetzt klickerts. Fritze darauf ein Prost.
Also ich habe Fromms „Angst vor der Freiheit“ gelesen bzw. von Cem lesen lassen. Noch mal Empfehlung der Cem is cool.
Wie bei Cem auch würde da ein Beitrag den Umfang etwas sprengen. Daher splitten wir mal.
Also der Erich, der Fromm Erich, der war Journalist und hat ein lustiges Buch geschrieben. Emm nein, falsch das war die Ulrike. Ne der Erich das was ein wichtiger Psychoanalytiker 🙄, Philosoph 🙄 und Sozialpsychologe 😀☝. Und is schon seit 40 Jahren tot. Hust. Aber seine Bücher/ Theorien sind heute auch noch gern gelesen. Und ja ich gebs zu, „Die Kunst des Liebens“ steht sogar auch bei mir im Regal. Gut ich war jung und hatte zu viel Geld.
Jedenfalls hat die Frau Göpel bei der Jagoda den Erich zitiert aus seinem Buch „Die Furcht vor der Freiheit“. In diesem Buch geht es um folgendes, also ich zitiere
Im Mittelpunkt dieser Erörterung wird stets das Hauptthema dieses Buches stehen: die Freiheit. Der Mensch hat – je mehr er aus seinem ursprünglichen Einssein mit seinen Mitmenschen und der Natur heraustritt und „Individuum“ wird, keine andere Wahl, als sich entweder mit der Welt in spontaner Liebe und produktiver Arbeit zu vereinen oder aber auf irgendeine Weise dadurch Sicherheit zu finden, dass er Bindungen an die Welt eingeht, die seine Freiheit und die Integrität seines individuellen Selbst zerstören.[7]
Fromm, Erich. Die Furcht vor der Freiheit (German Edition) (S.23). Edition Erich Fromm. Kindle-Version.
Es geht eigentlich um diverse Sachen, wenn ich das so richtig überflogen habe. Interaktion zwischen Individuum und Gesellschaft, individuelle Freiheit bis hin zum Dritten Reich. Aus der Sicht eines ich sag mal grob Psychologen. der vor 80 Jahren versuchte mit dem damaligen Wissen mehr Licht ins Versehen des menschlichen Seins zu bringen. Und auch der Gefahren.
Peter Unfried hat letztens gesagt: „Ich bei dir das Gefühl, dass du auch bessere Menschen möchtest.“ So sinngemäß. Nein, Fritze, nicht zu mir. Aber ich teile seine Wahrnehmung. All die die nach einer besseren Welt streben. Nicht nur nach der Rettung der Erde. Sonden die optimale Erfüllung aller SDGs – weltweit. Menschliches Sein – komplett durchdesignt. Durchgestylt. Edel und gut.
Und da müssen wir alle zu besseren Menschen werden. Mit der richtigen Bildung. Mit viel Verantwortungsbewusstsein. Gespeist durch hohe moralische Ansprüche. Das macht man so weil … es das „Gesetz“ so will. Das interessante ist ja, dass sich das durchzieht durch die Klimabewegung. Sicher auch getrieben vom Leitbild der Klimagerechtigkeit. Und all den linken Ideengebern, die auf den Zug mit aufspringen. Die auch gleich die richtigen alten neu gedachten Ideen im Gepäck haben.
Es reicht halt nicht die Erde und seine Bewohner vor Zerstörung zu bewahren. Frau Rackete hat jetzt den ökologischen Klassenkampf ausgerufen. Hat diese Klassentheorie eigentlich Getier und Grünzeug auch berücksichtigt?
Hab mich in Utopie versucht. War nach 7 Minuten vom Stephan gegrillt. So viel Rumgehacke aufm Kapitalismus wie von Stephan und Carsten gabs nicht mal zu DDR Zeiten. Ich bin da eh entnervt von, weil das zwar ein netter Ansatz ist, dass wir die Welt retten, wenn wir den Kapitalismus abschafften und der ja arg so schlimm ist. Und überall gerecht verteilen und so. Aber aber wenn wir den hier abschaffen ändert das rein gar nix und wir ganz locker gemeinwohlorientiert den Fußabdruck dann auf breitere Schultern verteilen und überhaupt der Kapitalismus nicht das größte Problem unserer Zeit is und auch nicht DER Grund für unseren Umgang mit Erde und Mitmenschen.
Empfehle da noch mal zum Erden die Doku über den Kongo. Jetzt noch schnell die richtige Haltung mit Armbinde und dann wird das schon mit der Weltverbesserung. Über das Kongoteil sollte ich auch echt mal was schreibseln. Hart.
Kongos Superreiche – Luxus und Elend in Zentralafrika
Der Kongo ist reich an Rohstoffen. Doch nur wenige profitieren davon. Über Musiker, Minenbosse und Prediger, die es zu Wohlstand gebracht haben.
Zurück zur Utopie. In beiden Veranstaltungen, die ich mir antat, wurde darauf verwiesen, dass heute alles doof und früher alles besser/ anders. Ich könnte jetzt erstmal aus der Bias-Liste das Bias (hab gegooelt is voll neutral das Ding) vorsuchen, das uns die Vergangenheit schon redet. Ja die negativen Dinge vergessen wir und bauen positive dafür ein. Früher war daher immer alles besser. Wars auch. Sicher bin.
Soderle Fritze, wir hatten da ja noch ne wichtige Doku offen.
„Ob wir wollen oder nicht. Ständig rast ein Gedanke durch unsren Kopf. Sogar wenn wir versuchen nichts zu denken oder wenn wir schlafen.“ Aber was sind Gedanken und wie entstehen sie. Was ist bewusst , was unbewusst? Und wie viel weiß man überhaupt erst darüber? Und was können wir damit positives anstellen? So als Ko-Kreation quasi.
42 – Die Antwort auf fast alles: Welche Macht haben Gedanken? | ARD Mediathek
Welche Macht haben Gedanken? | Video | Während wir noch dabei sind, zu verstehen, wie Gedanken entstehen und wie wir ihre Macht für uns nutzen können, ermöglichen es Neurotechnologien schon, sie gezielt zu manipulieren.
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www.ardmediathek.de
Ich könnte mir jetzt ein paar Theorien aus den Fingern saugen und mal wieder über linke Utopie Veranstaltungen jaulen, aber lauschen wir mal der Wissenschaft. Also der echten jenseits von Geschwurbel. Ach und dem Henning.