Philipp der Dritte, seines Zeichens Youtube-Psychotherapeut ohne Patientenbewertung mit geheiltem Kindheitstrauma, sagt dass man zur Heilung neben Therapie auch Liebe braucht. Also echte Liebe. Nicht wieder das, was einen aussaugt. Aber das ist ein anderes Thema. Aber wie kann man Liebe reinlassen, wo keine Emotionen reindürfen. Weil was mir bei PTBS und Soldaten extrem im Kopf geblieben ist, ist das irgendwie gefühlt alle Beziehungen kaputt gingen und zum Teil körperliche und emotionale Nähe überhaupt nicht ertragbar war. Wodurch auch viel Liebe zerstört wird. Also sammeln wir noch mal zusammen.
Trauma
Angst fressen Empathie auf
Das Profilbild ist weg. Ich wurde aufgeräumt. Gut ich habs geahnt. Meine Fußspuren – eine weitere Kerbe im Totholz. Irgendwie war der Plan anders. Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Dafür schüttels mich grad um so mehr. Keine zwei Meter nachdem ich aus der Tür bin. Frage mich, ob das wie mit der Angst war. Ob es sich gegenseitig verstärkt.
Bindungsangst oder nicht
Ich scrolle rauf und runter. Es ist alles so schrecklich. Ein Überangebot von Krimskrams. Twitterdebatten interessieren mich nicht mehr. Das is auch immer der gleiche Einheitsscheiß. Is wie Majas Podcast. Keine Weiterentwicklung, der gleiche Kram wie immer. Man kloppt sich um die Weltherrschaft und drum rum kracht alles zusammen. Und Youtube is auch nur Geschwurbel. Ich scrolle rauf und runter. Nicht weil ich Angst habe was zu verpassen. Ich suche. Ich such nach Input. Mir is langweilig.
Du Opfer! Wenn Gewalt ein Leben verändert
[youtube https://www.youtube.com/watch?v=RJfEeeoY248&w=560&h=315]
Der Resozialisierungsgedanke an sich ist gut. Dass wir vernünftige Knäste brauchen ist gut. Dass wir die Täter in die Gesellschaft zurückführen ist gut. Die gleichen Rechte braucht das Opfer aber auch. Sie sind auch Produkt der Gesellschaft. Nicht nur die Täter. Diese Tätersicht – diese Alt-68er-Sicht – der Täter ist ja Produkt unserer Gesellschaft. Und wir sind alle Schuld, dass der Täter zum Täter wird. Ich kann es manchmal nicht mehr hören. Aber man kann, wenn man schon so argumentiert, muss man genauso bei dem Opfer argumentieren und sagen, auch das Opfer ist letztendlich Produkt unserer Gesellschaft. Weil wir es zulassen, dass wir Opfer schaffen. Und das massenweise. Wir lassen es in unserer Gesellschaft zu, dass Menschen, die einfach irgendwo rumlaufen, geschlagen werden, getreten werden, kaputt gemacht werden. Wir finden es ganz normal, dass wir 60.000 gefährliche Körperverletzungen jährlich haben. Raubüberfälle von Jugendlichen. Das gehört alles schon zur Normalität. Weil das ist ja Produkt einer Gesellschaft. Aber die Opfer. Sie sind auch Produkt unserer Gesellschaft. Und wer verdient eigentlich mehr Aufmerksamkeit? Doch eigentlich das Opfer. Weil das handelt nicht. Es wird behandelt. Und zwar schlecht. – Andreas Müller, Jugendrichter