Der zersprungene Krug

Es war einmal ein Wasserträger, der seinem Lehrer jeden Tag zwei Krüge Wasser brachte. Jeden Tag spazierte er zum nächsten Fluss, füllte beide Krüge mit Wasser und marschierte wieder zurück mit je einem Krug an den Ende einer Stange, die auf seinem Nacken ruhte. Einer der Krüge hatte einen Riss und war, wenn der Wasserträger bei seinem Lehrer ankam, stets nur halb voll. Das ging zwei Jahre so, in denen der Wasserträger jeden Tag eineinhalb Krüge Wasser brachte. Der intakte Krug war stolz auf seine Leistung. Der zersprungen Krug war traurig, weil er nur halb so viel leisten konnte, wie von ihm erwartet. Eines Tages sagte der zersprungene Krug zu seinem Wasserträger „Ich fühle mich so durcheinander und schäme mich. Ich bin kaputt und kann keine ganze Füllung mehr halten. Wozu bin ich noch zu gebrauchen?“ Der Wasserträger forderte den Krug auf, nach unten auf den Boden zuschauen. Der zersprungene Krug sah dort wunderschöne Wildblumen und Pflanzen am Rande des Pfades. Der Wasserträger erklärte ihm. „Als ich merkte, dass du einen Riss hast, habe ich beschlossen, Samen am Rande des Weges auszustreuen. Jeden Tag, an dem du tropfst, wässerst du den Rand des Pfades. Hättest du keinen Riss, würden diese schönen Blumen nicht hier wachsen und alle erfreuen.“

Auf ins Abenteuer Achtsamkeit

Etwas was mich schon seit längerem nicht mehr losläßt, ist die Frage inwieweit man bestimmte Gedanken und Gefühle ändern kann. Oder ist man Zeitlebens seinem Autopiloten ausgeliefert? Mit gehen schon seit dem Frühjahr die Bilder der buddhistischen Mönche nicht aus dem Kopf. Gedankenkontolle. Ruhe und Gelassenheit. Zufriedenheit. Offenheit. Menschen, die über Feuer gehen können. Ihren Puls und ihre Atmung reduzieren können. Ihren Schmerz kontrollieren können. Mit Kraft der Gedanken. Eine Art Kontrolle über Körper und Geist. Früher als Esoterik abgestempelt erlangt buddhistische „Psychologie“ auch mehr und mehr Einfluss in der europäischen Schulmedizin. Wo das Wühlen in Wunden scheinbar nicht die erhoffte Lösung bringt, besinnt man sich auf teils vergessene bzw. teils verachtete Methoden.

Gerade Achtsamkeit hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung zugenommen. Und nicht zuletzt, weil jemand mir sagte, dass ihm Achtsamkeit das meiste während einer Therapie gebracht hat, werde ich mich jetzt diesem Thema in einem Selbstversuch widmen. Etwas mehr Kontrolle/ Wissen über meinen Autopiloten kann mir auch nicht schaden. Ohh weiß Gott nicht. Der macht im Moment eh was er will. Ich kann also nur gewinnen. Ach und Buddhisten sind angeblich messbar glücklichere Menschen.

Buddha sagt: Das Geheimnis der körperlichen und geistigen Gesundheit liegt darin, nicht um die Vergangenheit zu trauern, sich nicht um die Zukunft zu sorgen oder Probleme vorauszuahnen, sondern weise und voller Ernst in der Gegenwart zu leben.

Achtsamkeit als Entdeckungsreise in die eigene Person. Die Möglichkeit das wahre ICH zu entdecken. Das Ablegen der Masken, die man trägt. Und wir tragen alle Masken. Abgestimmt auf die verschiedenen Rollen, die wir ausfüllen (müssen). Wir haben alle unterschiedliche Rollen. Die Rolle des Kindes unserer Eltern. Die Rolle des Elternteils der eigenen Kinder. Die Rolle des Freundes. Die Rolle des Partners. Die Rolle des Arbeitnehmers. Und und und. Verschiedenen Rollen. Verschiedene Masken. Verschiedene Verpflichtungen. Wer sind wir, wenn wir frei sind von Verpflichtungen? Wenn wir die Masken abnehmen?

Die Welt ändern zu wollen ohne sein wahres Selbst entdeckt zu haben, ist die Welt mit Leder zu überziehen, damit man sich nicht die Füße an Steine und Dornen verletzt. Es ist viel einfacher Schuhe zu tragen. (Meister Ramana Mahsrshi)

Achtsamkeit als Weg zur emotionalen Ausgeglichenheit. Als Weg heraus aus dem Stress, der einen jeden Tag umgibt in dieser hektischen Welt. Als Weg zur inneren Ruhe und Gelassenheit. Der Weg heraus aus Stress, Depressionen, Angst, Schmerzen hin zu Wohlbefinden, Zufriedenheit. Ein Leben in der Gegenwart. Ein bewusstes Leben. Körper, Gedanken und Gefühle bewusst wahrnehmen. Bewusst annehmen und akzeptieren. Bewusst steuern. Achtsame Leben heißt bewusst Leben. Achtsamkeit als Weg Dinge so zu sehen, wie sie wirklich sind, ohne dass unser Blick durch Gefühle, Vorurteile oder Launen getrübt ist.

Der Weg ist das Ziel!

Ich packe dann mal die Koffer für dieses Abenteuer.

PS: Werde aber wohl die Übung mit dem achtsam Staubsaugen auslassen. Man kanns auch übertreiben.

Wer ist Ich – Entsteht ein neues Menschenbild?

Sagte es mit dem Wissen, dass er heute hat. Und er stellte ja selbst fest, dass wir nicht alles wissen. Dass Menschen nach einem Schlaganfall oder einem Unfall wieder lernen können zu sprechen oder zu gehen, ist dann wohl nur ein Zufall. Weil geht ja eigentlich alles gar nicht, wenn eine Autobahn kaputt ist.

Ist unsere Realität nur eine Illusion

Ist die Welt, wie wir sie sehen, tatsächlich Realität oder nur ein Produkt unseres Gehirns? Was wäre, wenn das, was wir erleben, bloß eine individuelle Illusion ist? International renommierte Wissenschaftler machen anhand anschaulicher Beispiele deutlich, wie leicht unsere Wahrnehmung — und damit unsere individuelle Realität — beeinflussbar ist. Ist die Welt, so wie wir sie sehen, real oder lediglich Produkt des menschlichen Gehirns? Was wäre, wenn unsere Erlebnisse individuelle Illusionen wären, ein Film in unserem Kopf?

https://www.youtube.com/watch?v=aHA0HbHwiYA&w=560&h=315
https://www.youtube.com/watch?v=aHA0HbHwiYA&w=560&h=315

Selbstakzeptanz – Lerne dich selbst zu akzeptieren

Die schlimmste Einsamkeit besteht darin, sich selbst nicht leiden zu können.

— Mark Twain

Selbstakzeptanz ist der erste Schritt hin zu mehr Selbstbewusstsein. Wenn du dich selber nicht akzeptierst, dann ist auch keine Veränderung möglich.

Wie auch? Wie willst du etwas an dir verändern, wenn du die Sache tief in dir drin abstößt, wenn du sie nicht wahrhaben willst, wenn du sie wegdrückst? Das geht nicht.

Als aller erstes musst du dich, in deinem derzeitigen Zustand, so wie du bist, vollständig akzeptieren. Erst dann kannst du von dort aus losmarschieren und kleine Schritte unternehmen, um etwas zu verändern.

Und “Akzeptanz” bedeutet nicht, dass du plötzlich alles an dir super finden musst.

Akzeptanz bedeutet einfach nur: Akzeptanz. Akzeptieren, was ist. Du musst es nicht gut finden, du musst es nicht mal mögen, du musst es einfach nur akzeptieren. Akzeptieren, dass die Lage im Moment eben so aussieht.

So lange du dich innerlich selber gegen dich sträubst, hat es keinen Sinn, an anderen Ecken weiterzuarbeiten. Selbstakzeptanz muss in diesem Fall deine oberste Priorität sein.

Erst wenn du dich so akzeptierst, wie du im Moment bist, hast du die Möglichkeit, an dir zu arbeiten und dich zu verändern.

Denk gesamten Artikel lesen: Selbstakzeptanz – Lerne dich selbst zu akzeptieren

Ich schweige

Ich lese #isjairre
Ich lese Ein Hashtag gibt psychisch Kranken eine Stimme
Ich lese Trotz Anti-Stigma-Kampagnen: Nehmen Vorurteile zu?

Ich schweige.
Eigentlich versuche ich seit 3 Tagen etwas zu sagen.
Aber nein ich schweige.

Schweigen ist besser.
Lieber gar nichts sagen als das falsche.
Wegschauen ist besser als diskriminierende Worte.

Ich frage mich, wo ist das Verständnis für die unwissenden überforderten Anderen?
Ich frage mich, wo ist das Verständnis für die Verletzungen und den Schmerz der anderen?
Ich frage mich so vieles.

Aber ich antworte mir nicht.
Ich schweige.

Ich frage mich, was ist Diskriminierung?
Aber ich antworte mir nicht.
Ich schweige.

Ich denke an meine Ex-Kollegen, die mir aus Gaudi ein Laufstegtraining schenkten.
Ich denke an den Tipp, dass ich doch mal ein Kleid anziehen sollte.
Ich denke an meine Mutter, die mir sagt, ich sollte doch nicht so auf Arbeit gehen.

Ich denke an den Spaß, den wir hatten.
Ich denke an den gut gemeinten Tipp nur um zu helfen.
Ich denke an die Werte und Normen meiner Mutter.

Ich frage mich, was ist Diskriminierung?
Ich schweige.
Ich werde wohl demnächst besser immer schweigen.

Ich erinnere mich an Heute noch normal, morgen schon verrückt
Ich frage mich, wer definiert psychisch krank?
Is ja irre!!

Marilyn Monroe

Eine Illusion, die wir immer noch gern bewundern. Ein Kunstobjekt.

Eine Frau am Rande des Abgrunds. Eine sich selbst infrage stellende, sich hassende, immer vergeblich Liebende.

wahrscheinlich hatte ich immer schon bodenlose Angst, wirklich eine Ehefrau zu sein, da ich vom Leben weiß, dass man einander nicht lieben kann … nie wirklich

Zum Schluss auch noch Opfer der Psychoanalyse. Kaputt therapiert. Kaputt medikamentiert.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=fq3AfQAIqiY&w=560&h=315]

Das andere Gesicht des John F. Kennedy

Ich kriege Kopfscherzen, wenn ich nicht jeden Tag einen frischen Hintern bekomme.

Ein körperliches Wrack. Vollgepumpt mit Medikamenten, unter anderem Speed. Ein Schauspieler, der nur deshalb Politiker wurde, weil sein Vater es wollte. Ein Mann, der eine öffentliche Illusion schuf. Ein Mann mit kaltem Herz, der mit Frauen spielte. Ein Mann, der die Frauen als Handlanger und Sexualobjekte sah. Ein Mann, dem sein eigenes Bild in der Öffentlich wichtiger war, als die Gesundheit seine Frau. Ein Mann, der seine Frau beschatten lies, damit sie in nicht in flagranti erwischte.

Ein Mann der zum Mythos wurde. Eine Illusion, die er schuf, die seine Frau schuf, die die Welt schuf.

War er glücklich?

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