Wir trafen uns das erste Mal in einem Projekt-Kick-Off. Ich war erst ein halbes Jahr in der Firma und kannte diese sehr große sehr weiblich geformte Frau im Minirock noch nicht. Ich fühlte mich in ihrer Gegenwart etwas klein geraten. Schließlich endeten ihre Beine da, wo meine ganzer Körper schon längst aufgehört hatte zu existieren. Äußerlich aufgrund ihrer körperlichen Erscheinung eine sehr respekteinflößende Person. Tiefe dunkle markante Stimme. Mein erster Eindruck wurde dann im Laufe des Meetings bestätigt. Zu meinem Erstaunen schienen alle Anwesenden Respekt vor ihr zu haben. Sogar die die sonst sehr bestimmend und schonungslos direkt waren, kuschten. Hee hee das beeindruckte mich. Jemand, der M dazu bringt kleinlaut zu werden, verdient Respekt.
AfD – nein danke (Teil 3 – AfD und die bösen Medien)
Seit der Parteigründung werden AfD-Mitglieder nicht müde sich über die negative Berichterstattung oder manchmal auch die Nichtbeachtung in den Medien zu beschweren. Naja, das liegt doch auch auf der Hand. Das passiert nur, weil alle Medien in der Hand der etablierten Parteien sind und die haben einfach Angst vor der AfD. Kann keinen anderen Grund geben. Muss Angst sein.
AfD – nein danke! (Teil 2 – AfD und Meinungsfreiheit)
AfD und Meinungsfreiheit – Wer im Glashaus sitzt …
Das Thema Meinungsfreiheit hat die AfD sich ja ganz groß auf die Fahnen geschrieben. Schon zur Geburtsstunde der Partei prangerten Dr. Lucke und seine Anhänger an, dass man in Deutschland nicht offen seine Meinung sagen dürfte.
AfD – nein danke (Teil 1 – AfD und Bildungspolitik)
AfD und Bildungspolitik
Ich zitiere aus dem Wahlprogramm:
Wir fordern, Bildung als Kernaufgabe der Familie zu fördern. Kitas und Schulen müssen dies sinnvoll ergänzen. Nichts ist für unsere Zukunft wichtiger als die Bildung unserer Kinder.
In erster Linie sind die Eltern für die Bildung und Erziehung ihrer Kinder verantwortlich. Der Staat muss ihnen dabei helfen, diese Aufgabe zu erfüllen. Frühkindliche Bildungsangebote sollen unabhängig vom Familienhintergrund verfügbar sein.
Urlaub in Estland – Epilog
Ich komme wieder!
Keine Frage. Schön war es. Und viel zu kurz. Es hat einige Tage gedauert, bis meine Beine wieder schmerzfrei waren 😀 Viel zu wenig Zeit für viel zu viele schöne Dinge. Ich bin mir sicher, ich komme wieder. Es gibt noch so viel zu sehen. Estland ist zwar klein, aber groß genug um noch viele schöne Tage hier zu verbringen. Herrliche Natur, das Gefühl von Freiheit, aber auch eine Menge Geschichte. Wir sind noch nicht fertig mit der Suche nach unseren Wurzeln. Da gibt es noch ein paar Punkte, die zu erledigen sind. Und ich möchte noch mehr sehen von der Natur. So ein oder zwei Inseln … und und und .. ach und vielleicht hat ja diese unbekannte estnische Biathletin, dann auch mal Zeit.
Tallinn
Eine schöne Stadt. Sehr grün. Viele historische Gebäude. Aber auch viel Wachstum und Umbruch. Ist interessant, wie sich die estnische Metropole in der ca. ein Drittel der Bevölkerung lebt, entwickelt. Man schafft es zwar innerhalb von einem Tag die historische Altstadt zu besichtigen, aber Tallinn hat mehr zu bieten. Man muss ich nur die Zeit dafür nehmen. Und wenn man genug von Tallinn hat, dann nimmt an die Fähre nach Helsinki oder einen Bus in eine andere estnische Stadt. Was ich im übrigen als sehr angenehm empfand ist das Fehlen von Hupen in estnischen Autos. Egal wo oder wann, Berufsverkehr oder einsame Straße, ich habe nie eine Hupe gehört. Und ich verwette meinen wohlgeformten H… dass ich morgen auf dem Weg zur Arbeit gleich wieder wei0, was eine Hupe ist.
Wie auch immer, ich bin mit sicher, dass ich mir den ein oder anderen Fleck noch mal in Ruhe anschauen werde und den ein oder anderen Fleck neu entdecken werde.
Pärnu
Ein schöner ruhiger Kur- und Badeort. Wenn das Wetter passt, kann man sich am Strand vergnügen und abends durch die unzähligen Parks spazieren. Wer Party will, kann in einen Nachtclub gehen. Ich habs nicht ausprobiert. Aber bis 3 gehen die Minimum – zumindest der den ich über meinem Zimmer hatte 😀 Abends gibt es auch auf den Straße Live-Muke, aber trotzdem fand ich es nicht wirklich laut. … Und für schlechtes Wetter bietet fast jedes Hotel einen Spa-Bereich. Also wer einen ruhigen Strandurlaub möchte und keine 35 Grad braucht – was aber nicht heißt, dass es in Pärnu nicht auch mal heiß sein kann – sollte Pärnu mal ins Auge fassen. Ich kann es nur empfehlen (Werbetrommel rühr)
Estland
Wenn man kapiert hat, wie das so läuft, dann kommt man ganz gut zurecht. Ab und an ist alles hochmodern und ab und an noch schön einfach. Aber im Großen und Ganzen kommt man mit wenigen Mitteln (auch auf Kommunikation bezogen) recht weit. Und nett und freundlich sind sie eh alle. Ok, der ein oder andere ist nordisch grummelig, aber das ist die Ausnahme.
Also Alkohol kann man nur zwischen 10 und 22 Uhr kaufen. Normalpreise gibt es eigentlich nur in großen Supermärkten. Ach ja und in den großen Touristenzentren wie der Altstadt von Tallinn sollte man drauf achten, dass man nicht abgezockt wird – wie überall in Touristenzentren. Kauf dir mal auf der Zugspitze was zu trinken. Gefahren wird mit dem Bus nicht mit der Bahn. Und mit dem Bus kommt man verglichen mit den deutschen Bahnpreisen billig in alle größeren Städte. Und da die meisten Linien häufig fahren, kommt man an einem Tag auch in und zurück.
Familie – gegeben, gesucht, gefunden
Schön war es. Ich hoffe, dass der Kontakt erhalten bleibt und man sich ab und an mal sieht. Wir haben uns herzlich empfangen gefühlt und ich fand es auch relativ locker für den Erstkontakt. Wegen der Sprachschwierigkeiten kann man nicht immer reden. Da fehlen manchmal die Worte. Und so eine Quaselstrippe bin ich leider auch nicht. Aber aber aber, von den paar Minuten Schweigen abgesehen, war es wirklich sehr schön und nett! Danke! Danke! Danke!
Wie gesagt, ich ähh wir kommen wieder.
Sonstiges
So viel Russisch wie in diesen Urlaub habe ich die letzten 20 Jahre nicht gehört. Das beinhaltet auch die letzten Schuljahre :-D.
Urlaub in Estland – Tag 9 Heimflug
Merke: Einchecken am Tallinner Flughafen nur am Automaten
Zumindest wenn man Lufthansa fliegt. Diese Information schockte mich etwas am Infoschalter. Aber wieder erwarten ging es einfacher als in München. 2 Klicks und wir waren beide eingecheckt. Man muss nur wissen, wo man seinen Ausweis durchziehen muss. Der Flughafen ist schon schnucklig. Und ich dachte immer Köln oder Dortmund wären klein 😀 Ca. 2 Stunden vor Abflug darf man dann sein Gepäck aufgeben. Am Schalter!! Das muss glücklicher Weise nicht durch den Automaten :-D. Wir haben noch ein wenig Zeit und setzen uns raus in die Sonne. Schön einsam hier. Ab und an kommt mal ein Taxi und der ein oder andere Raucher. Aber im Großen und Ganzen glaubt man nicht, dass man an einem Flughafen ist. Es gibt auch nur eine Sicherheitskontrolle. Durch die kommen wir diesmal auch ohne Probleme. Inge passt auf ihr Ticket auf 🙂
Merke: Finnische Lakritze ist das Geld nicht wert
Wir geben noch ein wenige Geld aus und kaufen Schokolade, Marzipan und Lakritze. Während ich das Kalev Marzipan nur empfehlen kann – vor allem die Variante mit Vana Tallinna Rum – muss ich feststellen, dass die finnische Lakritze nicht so mein Fall ist. Lakritze mit Füllung. Das ist ja nur was für Weicheier. In Finnland gibts bestimmt bessere als am Tallinner Flughafen 🙂
Über den Wolken
Kann es schön sein, aber auch windig. In Tallinn selbst war mir ja schon am Morgen klar, dass es etwas wackelig werden kann. War ja ganz schön windig. Das war nicht ohne. Lauter Luftlöcher und schwups hängt dir der Magen in der Nase. Ist ja gar nichts für mich. Und ich stelle wieder fest, dass ich mein Testament immer noch nicht gemacht habe. Dauert eine ganze Weile bis sich der Flug stabilisiert. Dass wir eine niegelnagelneue Maschine haben, macht es nicht besser. Ok, sie riecht gut. Nix alter Ledergeruch, den ich im Flieger so hasse, aber wer weiß ob da nicht ein Fabrikatsfehler drin steckt …
Essen und Landung
Nachdem der Magen sich wieder beruhigt hat und ich mir erstmal einen Wein genehmigt habe, um die Nerven zu beruhigen, gibts etwas zu essen. Und siehe da, man kann es sogar fast so bezeichnen. Frisch aufgewärmte Pizza auf die Hand. Geschmakstechnisch akzeptabel. Und mehr als ein Fingerhut. Ist bei der Lufthansa etwa wieder der Wohlstand ausgebrochen? Bei der Landung will die Pizza doch fast wieder raus. Die ist genauso wackelig wie der Start. Warum ist es in München auch so windig? Verdammt. Der wackelt sich da einen zurecht, dass ich die Tragfläche schon am Boden schleifen sehe. Geht aber zum Glück alles gut. Außer uns bleiben wohl nur noch ein paar andere Fluggäste in München, der Rest hetzt zum Anschlussflug. Dafür ist das Gepäckband dann sehr übersichtlich. Der Taxifahrer ist auch ganz nett und wie immer billiger als sein Pfaffenhofener Kollege. Nachdem er uns abgesetzt hat, fährt er gleich bei seinem Bruder vorbei. Der is nämlich der Dönermann von Pfaffenhofen 😀 … ich packe derweil aus und leg die Füße hoch und beweg mich die nächsten Tage keinen Zentimeter. Inge hingegen rödelt gleich wieder los und ist auch 2 Tage später schon wieder mit ihren lustigen Witwen unterwegs. Irgendwie waren wir wohl in verschiedene Urlauben. Fühl mich alt!