- Stelle dich aufrecht und ausbalanciert hin, verteile dein Gewicht auf beide Füße und strecke den Oberkörper
- Schließe langsam die Augen und spüre deinen Atem. Atme ein paar Mal achtsam ein und aus.
- Hebe langsam deine Arme über den Kopf.
Spüre die Dehnung der Muskeln in den Armen und im Rücken. Spüre wenn möglich deinen Atem mit deinen Körperempfindungen. - Lasse deine Arme nach ein paar Augenblicken wieder langsamen seitwärts nach unten sinken und nimm war, wie sich dies anfühlt.
- Wiederhole diese Dehnung drei Mal.
- Hebe deine Arme nun seitwärts bis auf Schulterhöhe, so dass ein T entsteht.
Spüre die Dehnung in deinen Armen und auch in deinem Atem. - Lass deine Arme nach ein paar Augenblicken wieder langsam nach unten sinken.
- Wiederhole diese Dehnung drei Mal.
- Versuche jetzt deine Zehen zu berühren.
Nimm eventuell negative Gedanken wahr, die dir bei dieser Aufforderung durch den Kopf gehen, und tritt wenn möglich einen Schritt von diesen Gedanken zurück. Bück dich danch unten und probiere es aus, soweit du dich dehnen kannst. Spüre die Dehnung in deinen hinteren Beinmuskeln. Zwinge dich nicht, dich weiter zu dehnen. Spüre behutsam deinen Atem und nimm wahr, was passiert, während du dich dehnst. Entspann dich in die Dehnung hinein, wenn du kannst. Wenn du soweit bist, richte dich langsam wieder bis zur aufrechten Position auf. Führe alle Bewegungen langsam und achtsam aus und lenke deine Aufmerksamkeit langsam wieder zurück, wenn deine Gedanken abschweifen. - Wiederhole diese Dehnung drei Mal.
- Stell dich aufrecht mit leicht gebeugten Knien hin und stelle die Füße hüftweit auseinander .
Kippe deine Hüften und dein Becken so, dass dein unterer Rückenbereich nicht belastet wird und lass deinen Atem locker hin und her schwingen, so dass deine Finger deinen Rücken berühren, wenn sie nach hinten fliegen. Schwinge deine Arme zuerst in die eine und dann in die andere Richtung. Spüre gleichzeitig deinen Atem. Lass die Arme ganz locker baumeln. Nimm wahr, wie sich während dieser Übung dein Atem und deine Herzfrequenz verändert. Höre nach ein paar Minuten auf. - Nimm wieder die ursprüngliche stehende Position ein und spüre in deinen Körper hinein. Nimm wahr, wie er sich nach der Dehnung anfühlt.
Achtsamkeit
Tag 16 – Wer hat meinen Obi gestohlen?
Thema der dritten Woche: Achtsam in Bewegung bleiben.
Neben den üblichen Atem- und Meditationensübungen darf ich mich diese Woche jeden Tag 30 Minuten lang achtsam Dehnen oder achtsam Gehen üben. Und zusätzlich darf ich jeden Tag notieren, welche negativen Ereignisse stattgefunden haben. Nun gut, wie schon erwähnt, wäre das eher etwas für die letzte Woche gewesen. Eigentlich dachte ich, dass ich diese Woche krampfhaft nach einem negativen Ereignis suchen müsste. Dachte ich. Heute standen die Weihnachtsbesorgungen auf meinem Urlaubsplan. Nachdem wir einen schönen Weinachtsbaum gekauft hatten bei strahlendem Sonnenschein, gings ab ins Kaufland. Auf dem Weg dorthin kommen wir normalerweise am Obi vorbei. Nur weg war er. Hagebau strahlte mir stattdessen entgegen. Schockstarre. Der Obi und ich, wir hatten eine spezielle Beziehung. Mein Traumjob war doch immer Verkäufer im Obi-Gartencenter. Ich kannte jede Schraube dort. Und nun? Weg? Einfach weg. Einfach ersetzt. Nicht witzig. Nein wirklich nicht witzig. Ich will keinen anderen Baumarkt, ich will OBI! Schnieeeef.
Unangenehmes Ereignis: Mein Obi wurde durch Hagebau ersetzt.
Woran habe ich gemerkt, dass es unangenehm war: an meinen Gefühlen und Gedanken
Was habe ich zu diesem Zeitpunkt in meinem Körper gespürt: die Spannkraft ging verloren
Welche Gefühle habe ich empfunden: Trauer, Enttäuschung
Welche Gedanken sind mir durch den Kopf gegangen: Määähhhhh … Warum? Wieso? Weshalb? Machen die vielleicht in dem anderen Gewerbegebiet einen neuen auf? Ich muss umziehen!!
Buddha sagt
Unsere Verabredung mit dem Leben findet im gegenwärtigen Augenblick statt. Und der Treffpunkt ist genau da, wo wir uns gerade befinden.
Es gibt nur eine Zeit, in der es wesentlich ist aufzuwachen – diese Zeit ist jetzt.
Wer liebt, vollbringt selbst Unmögliches.
Es nützt nichts, nur ein guter Mensch zu sein, wenn man nichts tut!
Der Mensch ist eine Marionette der Natur, die wahrnimmt und denkt und sich törichterweise einbildet, jemand zu sein.
Wenn deine Einsicht meiner Lehre widerspricht, so sollst du deiner Einsicht folgen.
Wendet an alles euren Verstand, und wenn ihr es analysiert und für euch und jeden anderen für gut befunden habt, dann könnt ihr daran glauben, danach leben und eurem Nächsten helfen, auch danach zu leben.
Die edelste Art Erkenntnis zu gewinnen ist die durch Nachdenken und Überlegung. Die einfachste Art ist die durch Nachahmung und die bitterste Art ist die durch Erfahrung.
Glaubt nicht bedingungslos den alten Manuskripten, glaubt überhaupt nicht an etwas, nur weil die Leute daran glauben – oder weil man es euch seit eurer Kindheit hat glauben lassen.
Glaube nichts, selbst wenn ich es gesagt habe, es sei denn, es stimmt mit deiner Vernunft und dem gesunden Menschenverstand überein.
Glaubt nicht dem Hörensagen und heiligen Überlieferungen, nicht Vermutungen oder eingewurzelten Anschauungen, auch nicht den Worten eines verehrten Meisters; sondern was ihr selbst gründlich geprüft und als euch selbst und anderen zum Wohle dienend erkannt habt, das nehmet an.
Wer Lust begehrt, begehrt Leid.
Deine Tat soll heilsam sein und kein Leid verursachen.
Lege dir jeden Tag für deine Sorgen eine halbe Stunde zurück. Und in dieser Zeit mache ein Schläfchen.
Nicht der ist der Beste, der der Beste von allen ist, sonder der, der sich selbst überwindet.
Die Samen der Vergangenheit sind die Früchte der Zukunft.
Tu was du willst – aber nicht, weil du musst.
Geld kann nicht kaufen, was das Herz begehrt.
Wer schweigen will, muss reden können.
Wir sind, was wir denken. Alles was wir sind, entsteht mit unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken machen wir die Welt.
Das Leben wirft uns ständig Bälle zu. Wir können ihnen ausweichen, sie fangen oder von ihnen getroffen werden.
Worte haben die Kraft zu zerstören oder zu heilen. Wenn Worte wahr und zugleich gütig sind, können sie unsere Welt verändern.
Verschließe nicht deine Augen vor dem Leiden und lasse dein Bewusstsein nicht für seine Existenz abstumpfen.
Das Leben ist kein Problem, das es zu lösen, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt.
Willst Du wissen, wer Du warst, so schau, wer Du bist. Willst Du wissen, wer Du sein wirst, so schau, was Du tust.
Das, was du heute denkst, wirst du morgen sein …
Beobachte für Dich selbst und begib Dich nicht in Abhängigkeit von anderen.
Groll mit uns herumtragen ist wie das Greifen nach einem glühenden Stück Kohle in der Absicht, es nach jemandem zu werfen. Man verbrennt sich nur selbst dabei.
Alles ist vergänglich und deshalb leidvoll.
Niemals in der Welt hört Haß durch Haß auf. Haß hört durch Liebe auf.
Zwei Dinge sollst du meiden, o Wanderer: die zwecklosen Wünsche und die übertriebene Kasteiung des Leibes.
Es gibt eine Vollkommenheit tief inmitten alles Unzulänglichen. Es gibt eine Stille, tief inmitten aller Ratlosigkeit. Es gibt ein Ziel, tief inmitten aller weltlichen Sorgen und Nöte.
Ein wissender Mensch kann nicht glauben, daß Glück und Leid ohne Ursachen entstehen können.
Laufe nicht der Vergangenheit nach. Verliere dich nicht in der Zukunft. Die Vergangenheit ist nicht mehr. Die Zukunft ist noch nicht gekommen. Das Leben, wie es hier und jetzt ist, eingehend betrachtend weilt der Übende in Festigkeit und Freiheit. Es gilt, uns heute zu bemühen. Morgen ist es schon zu spät. Der Tod kommt unerwartet. Wie können wir mit ihm handeln? Der Weise nennt jemanden, der es versteht, Tag und Nacht in Achtsamkeit zu weilen, jemanden, der den besseren Weg kennt, allein zu leben.
Der Geist ist die Quelle aller Verwirrung.
Das Leben eingehend betrachtend, ist es möglich, alles, was ist, klar zu sehen. Von nichts versklavt, ist es möglich, von allen Begierden abzulassen. Das Ergebnis ist ein Leben voller Freude und Frieden. Das heißt, wirklich allein zu leben.
Lerne loszulassen. Das ist der Schlüssel zum Glück.
Das Glück liegt in uns, nicht in den Dingen.
Ruhe und Muße sind für Geld nicht zu kaufen.
Tag 13 – Freitag der 13.
Thema der zweiten Woche: Hindernisse aus dem Weg räumen!
Was für eine Woche. Eigentlich hätte die ganze Woche den Titel „Freitag der 13.“ verdient gehabt. Normalerweise verlaufen solche Freitag bei mir relativ ruhig. Kann mich nicht mehr daran erinnern, wann der letzte Freitag der 13. wirklich mies war. Aber es gibt ja immer ein erstes mal.
Mal wieder ein Tag mit einem Haufen Stress und Ärger. Und zu guter Letzt drücke ich Idiot, fünf Minuten bevor ich mich in den Urlaub verabschieden will, auf dieses nette Knöpfchen da vor mir, um noch mal zu testen, ob während meiner Abwesenheit auch alles funktioniert. Und und und? Was passiert? Puff hats gemacht. Ahhhhh. Um 18:30 Uhr. Nein, ich bin nicht länger geblieben und habs noch repariert. Nein, ich hab meinen Kollegen ein Weihnachtsgeschenk bereitet. Nein, ich war nicht schuld. Mein Teil war korrekt. Ich bin nicht der Depp vom Dienst.
Ich bin so was von Urlaubsreif. Ich bin breit. Leer. Ausgelaugt. Entnervt. Frustriert. Fertig mit der Welt. Die schönen kleine Dinge des Lebens in so einer Phase registrieren zu können – unmöglich.
Angenehmes Ereignis: Entgegen der Planung habe ich jetzt ein paar Tage Zeit für mich bekommen.
Woran habe ich gemerkt, dass es angenehm war: Ich war erleichtert, dass ich dieses Jahr doch noch mal mehrere Tage am Stück für mich haben kann, um Energie zu tanken.
Was habe ich zu diesem Zeitpunkt in meinem Körper gespürt: etwas Entspannung – soweit möglich
Welches Gefühl habe ich empfunden: Eher weniger ein anderes Gefühl. Dafür weniger Ärger und Co.
Welche Gedanken sind mir durch den Kopf gegangen: Danke! Ich brauch das jetzt.
Tag 12 – Licht am Ende des Tunnels?
Thema der zweiten Woche: Hindernisse aus dem Weg räumen!
Das Ende es naht. Noch ein verdammter Tag. Oh man was für eine Woche. Da hofft man, dass jetzt endlich alles funktioniert, aber nein. Somit bleibt der Frustlevel auf hohem Niveau stabil. Irgendwie haben wir es dann heute Nachmittag doch noch hingebogen. Und vor 10 Min habe ich endlich zumindest den wichtigsten Teil abgeschlossen. Bleib dann morgen noch die verdammte Dokumentation. Ich hasse Dokumentation. Und dann habe ich endlich Urlaub. Und zu allem übel zickt jetzt auch noch meine Mutter. Kann ich ja gerade noch gebrauchen. …
Angenehmes Ereignis: Kadri hat ein gutes Rennen geliefert – mit 0-0
Woran habe ich gemerkt, dass es angenehm war: ich hab mich gefreut und gelächelt
Was habe ich zu diesem Zeitpunkt in meinem Körper gespürt: nixe
Welches Gefühl habe ich empfunden: Freude.
Welche Gedanken sind mir durch den Kopf gegangen: Sehr schön! Gut gemacht! Wird doch immer besser. Gut nach vorngekämpft vor dem ersten Schießen.Wie hast du das denn gemacht?
Tag 11 – Es geht schlimmer
Thema der zweiten Woche: Hindernisse aus dem Weg räumen!
Das war sooo klar, sooo klar. Da freut man sich, dass die PMS sich erledigt hat und dann gehts trotzdem so weiter mit dem ganze Mist. Nix als Stress und Ärger. Mir läuft die Zeit davon und ich sitz hier um 22 Uhr und arbeite immer noch damit ich bis Freitag alles durch kriege. Nerv nerv nerv. Auch ohne PMS. Das erinnert mich irgendwie an letztes Jahr, da war das vor Weihnachten der gleiche Mist. Also stand heute mal wieder achtsames Fluchen auf dem Programm.
Angenehmes Ereignis: keine PMS mehr
Woran habe ich gemerkt, dass es angenehm war: Frau merkt das.
Was habe ich zu diesem Zeitpunkt in meinem Körper gespürt: Schmerzen
Welches Gefühl habe ich empfunden: Freude.
Welche Gedanken sind mir durch den Kopf gegangen: Wo ist das Asperin?
Nachtrag: Fertig mit Arbeiten! Zumindest ein kleines Erfolgserlebnis am Schluss!
Tag 10 – Gehts noch schlimmer?
Thema der zweiten Woche: Hindernisse aus dem Weg räumen!
Ganz toll. Irgendwie sind die Wochenaufgaben total verdreht. Nächste Woche gehts doch erst um den Umgang mit negativen Gefühlen. Irgendwie ist das absolut schlecht getimet. Der Tag heute war ja noch schlimmer als der gestrige. Fällt eigentlich in die Kategorie „Schimmer gehts nimma“. Die PMS machts auch nicht besser. Wie soll man an solchen Tagen, an denen man verärgert, genervt, angespannt, frustriert etc. ist, überhaupt irgendetwas positives erkennen? Wenn ich Pech habe, geht es morgen so weiter. Und ich hab nur noch 3 Tage zu arbeiten dieses Jahr und noch für 10 Aufgaben. Ohhhhhhmmmm. Buddha sagt, tiiiiiiiieeef einatmen und die Probleme und negativen Gefühle auf eine Wolke setzen und vorbeiziehen lassen. Verdammt, es war heute keine einzige Wolke am Himmel. Wo wir beim einzigen positiven wären, das mir zu heute einfällt.
Angenehmes Ereignis: die Sonne schien
Woran habe ich gemerkt, dass es angenehm war: Es fühlte sich so schön warm und gut an. So energievoll.
Was habe ich zu diesem Zeitpunkt in meinem Körper gespürt: Wärme.
Welches Gefühl habe ich empfunden: Freude. Zufriedenheit.
Welche Gedanken sind mir durch den Kopf gegangen: Das ist ja wie Frühling. Verdammt ich muss wieder rein zum arbeiten.
PS: Mag gar nicht dran denken, wie es mir nachher beim Meditieren ergehen soll, wenn ich mich meinen Gefühlen hingeben soll.
Tag 9 – Auf der Suche nach einem angenehmen Ereignis
Thema der zweiten Woche: Hindernisse aus dem Weg räumen!
Neben dem üblichen Meditieren und der achtsamen alltäglichen Handlung, soll ich mir diese Woche angenehme Ereignisse notieren. Die schönen kleinen Dinge des Lebens. Ein Lächeln eines Menschen oder falls jemand einem die Tür aufhält. Dumm nur, wenn der Tag so was von überhaupt nicht angenehm daherkommt. Nicht mal ein Kinderlächeln etc. Irgendwie ging heute eher alles schief, als dass da auch nur irgendetwas angenehmes auszumachen gewesen wäre. Fluch, schimpf, zeter. Die aufkommende PMS tat ihr übriges. Aber zum Glück gab es dann doch noch Rettung für meine Tagesaufgabe.
Angenehmes Ereignis: das Zusammensein mit einem bestimmten Menschen
Woran habe ich gemerkt, dass es angenehm war: Ich habe mich gefreut. Ich hab gelächelt ohne es zu müssen.
Was habe ich zu diesem Zeitpunkt in meinem Körper gespürt: Puuhhh. Ruhe würde ich sagen.
Welches Gefühl habe ich empfunden: Freude. Zufriedenheit. Erleichterung. Im Moment fühlt es sich richtig und gut an. Als würde langsam auch Vertrauen wachsen.
Welche Gedanken sind mir durch den Kopf gegangen: In dem Moment selbst, habe ich keine bewussten Gedanken wahrgenommen. Später: Warum geht das eigentlich nicht immer so? Und ich hatte schon befürchtet, wir gehen wieder drei Schritte zurück. Bitte lass uns den Weg weitergehen. Vertrauen kann man nicht kaufen. Aber wir können es aufbauen. Wenn wir wollen.
Vergebensmediatation
Variante 1 aus Übungsbuch Achtsamkeit für Dummies
Übe diese Meditation nur, wenn du bereit bist, jemanden zu vergeben. Wenn du das nicht bist, dann warte, bis du bereit dazu bist.
- Setze dich bequem und entspannt hin.
Schließe die Augen, wenn du dich damit wohlfühlst, und atme ganz natürlich. Stell dur vor, dass du in dein Herz hineinatmest. - Denke an die Person, der du vergeben möchtest.
Erinnere dich, was sie getan hat, um dich zu verletzen. Wenn möglich fühle behutsam die Verletzung nach, die du empfunden hast. Nimm eventuell auch andere Gefühle wahr, die du im Bezug auf die andere Person empfindest, wie Ärger, Frustration oder Enttäuschung. - Mache dir klar, dass die andere Person diese Gefühle im Moment nicht erlebt, wohl aber du.
Du schleppst diese Gefühle mit dir rum. Wenn du an den Gefühlen festhälst, hilft es weder dir, noch betrifft es die andere Person. Denke darüber nach. - Betrachte die Situation aus der Perspektive der anderen Person.
Von welchen Stimmungen wird sie betroffen? Wie sieht es mit ihrer Willenskraft aus? Wie ist ihr Charakter? Mache dir bewusst, dass ihr handeln stark von ihrer Erziehung und anderen Umständen bestimmt ist. - Habe Mitgefühl mit dir selbst.
Mache dir bewusst, dass Vergebung Zeit bracht, aber schließlich dazu beträgt, dass du glücklich und in Frieden leben kannst.
Variante 2 aus Achtsamkeit für Dummies (etwas spiritueller)
Vergebung sollte echt sein. Also sei geduldig und übe die Meditation regelmäßig.
- Setze dich bequem und entspannt hin.Schließe die Augen, wenn du dich damit wohlfühlst. Und lasse deinen Atmen seinen natürlichen Rhythmus finden.
- Spüre wie dein Atem in den Herz fließt oder stelle es dir vor. Mache dir die Blockaden bewusst, die sich in deinem Herzen aufgebaut haben, weil du nicht vergeben könntest, weder dir selbst noch anderen Menschen. Achte aufmerksam auf den Herzschmerz, der aus der fehlenden Vergebung in deinem tiefsten Inneren entstanden ist.
- Bitte um Vergebung durch andere Menschen. Sage zu dir: „Lass mich die vielen Arten erkennen, auf die ich bewusst oder unbewusst anderen Schmerz und Leid zugefügt habe, durch meine eigen Furcht, Wut und Schmerz.“ Führe dir jede einzelne Person vor Augen, die dir einfallt – spüre die Sorgen und Schmerzen, die sie wegen deiner Worte und Handlungen empfinden. Lasse nun deine Sorgen, Trauer und Scherzen los, indem du um Vergebung bittest: „Ich bitte dich um Vergebung! Vergib mir!“ Wiederhole dies langsam so oft, wie du es von Herzen sagen kannst.
- Jetzt kannst du daran denken, dir selbst zu vergeben. Du hast dich selbst oft vielfältig durch Gedanken, Worte und Taten verletzt. Dies mag bewusst oder unbewusst geschehen sein, vielleicht ohne, dass du es überhaupt wusstest. Lass zu Achtsamkeit auf jede Lieblosigkeit zu lenken, die du dir selbst gegenüber gezeigt hast. Fühle das Leid, dass du dir selbst zugefügt hast und löse dich davon indem du sagst: „Für all das Leid, dass ich mir durch Gedanken, Worte und Taten bewusst oder unbewusst zugefügt habe, vergebe ich mir selbst. Ich vergebe mir soweit ich kann.„
- Jetzt kannst du daran denken, anderen Menschen zu vergeben, die dich verletzt haben. Du bist von vielen Menschen durch ihre Wort und Taten wissentlich oder unwissentlich verletzt worden. Sie haben dich unterschiedlich stark leiden lassen. Stell dir vor, was sie getan haben. Mache dir den Schmerz bewusst, den andere dir zugefügt haben und entlasse diese Trauer aus deinem Herzen mit den Worten: „Ich bin oft von anderen verletzt wurden. Auf vielerlei Arten aufgrund des Schmerzes, der Sorgen, des Ärgers oder der Missverständnisse anderer. Ich habe dieses Leid lange genug mit mir herumgetragen. Soweit ich bereit dazu bin, biete ich meine Vergebung an. Ich vergebe euch!“ Wiederhole diese Sätze, wenn du möchtest.
Vergeben und Loslassen
Die Wahrheit ist: Wenn du nicht loslässt, wenn du dir nicht selbst vergibst, wenn du nicht der Situation vergibst, wenn du nicht erkennst, dass die Situation vorbei ist, kannst du nicht weiterkommen. (Steve Maraboli)
Sich selbst oder anderen Menschen zu vergeben ist nicht einfach. Wenn man aber längere Zeit verärgert, böse und wütend auf jemanden ist, dann ist dies nicht gut für unser Wohlbefinden.
Nelson Mandela auf die Frage, warum er nach 27 Jahren der Erniedrigung weder Bitterkeit noch Rachegelüste empfunden habe:
Verbitterung ist wie Gift trinken und erwarten, dass dein Feind davon stirbt.
Wenn man verletzt wurde oder einen Fehler begangen hat, dann trägt man einen Konflikt mit sich herum. Man ärgert sich über andere oder über sich selbst und ist vielleicht sogar wütend. Wenn man sich über jemanden ärgert, verletzt man sich selbst mehr als den anderen. Wir hören von Menschen, die in hasserfüllten Situationen verzeihen können, aber selbst können wir es nicht. Lieber trägt man weiter Ärger, Depression und Hass in sich. Untersuchungen beweisen, dass das Loslassen vergangener Verletzungen durch Vergebung ein gesünderes Leben ermöglicht.
- Mach dir klar, dass der Hass auf eine Person, der anderen Person gar nicht wehtut.
- Zähle all die positiven Dinge auf, die aus der Situation erwachsen sind. Versuche die Situation aus einer ganz anderen Perspektive zu betrachten.
- Hab Mitgefühl mit dir selbst. Wenn du bereits lange über ein Problem gegrübelt hast, ist es vielleicht jetzt an der Zeit loszulassen. Du verdienst all den Schmerz nicht, den du mit dir herumschleppst.
- Mache dir klar, dass die Geschichte, die du erzählst, nichts anderes als eine Geschichte ist. Der ganze Schmerz und all die Verletzungen wiederholen sich in deinem Kopf mittels dieser Geschichte. Versuche die Geschichte loszulassen oder sie aus der Perspektive einer anderen Person zu betrachten. Vielleicht verschieben sich dann etwas und du kannst eher vergeben.
- Wünsche der Person das Beste.
Versuche die Fragen mit einem Freund durchzugehen, der vielleicht eine andere Sichtweise hat.
- Wem will ich vergeben?
- Welche Vorteile haben sich aus der schwierigen Situation ergeben?
- Wie würde ich mich fühlen, wenn ich es schaffen würde zu vergeben?
- Wenn dich jemand verletzt hat, versuche die Vergebensmeditation und wünsche der Person das beste. Wie wirkt sich dies aus?
Alternativ gibt es auch einen weniger „esoterischen“ mehr wissenschaftlichen Weg
Wir finden jetzt mit wissenschaftlichen Methoden heraus, was wir seit Tausenden von Jahren wissen könnten: Vergebung tut psychisch und körperlich gut. (Robert Enright, Gründer des internationalen Instituts für Vergebungsforschung)
Nehmen Sie sich einmal die Zeit, um ganz in Ruhe für sich herauszufinden, welche Verletzungen Sie bis zum heutigen Tag nicht vergessen können. Schreiben Sie diese auf und fragen Sie sich dann Folgendes:
- Warum kann ich nicht vergessen, nicht loslassen?
- Was ist es, das mich festhalten lässt?
- Was könnte der Nutzen sein, dass ich nicht wirklich loslassen will?
- Was erhoffe ich mir?
- Ist der (tatsächliche oder auch nur erhoffte) Nutzen tatsächlich den Schmerz wert, den das Nicht-Vergessen-Können auslöst?
Mit diesen Fragen kommt man meist sehr tief an den Schmerz, was vielen oft Angst macht, doch wenn man einmal erkennt, was es ist, das nicht vergessen lässt, bekommt man neue Möglichkeiten, damit umzugehen. Nur an der Wurzel sitzt auch die Möglichkeit der Heilung.
Verzeihen in vier Etappen: Sich den Übeltäter und das Vergehen vor Augen führen und sich fragen:
- War es wirklich so schlimm, dass ich jetzt für immer böse auf ihn/sie sein muss?
- Kann es zumindest einen guten Grund für das Fehlverhalten dieses Menschen geben, den ich verstehen kann?
- Geben Sie sich einen Ruck und dem Übeltäter noch eine Chance!
- Sie haben wirklich Größe! Genießen Sie es!